Berlin-Notizen

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Adlershof
1754 als Gut gegründet. Erhalten war bis unlängst die vielfach umgebaute Scheune (1850 Wohnung, 1928 Möbelhandlung, später Café Sanssouci, 1964 Jugendklub "Julian Grimau"). 1879 Umwandlung des Gutsbezirks zum Gemeindebezirk. Seit 1920 zum Berliner Verwaltungsbezirk Treptow gehörend.
1909 Erster deutscher Motorflugplatz zwischen Adlershof und Johannisthal gelegen. 1920 Preußens erste weltliche Schule, 51 weitere folgen in Berlin. Zu Zeiten der DDR befand sich südlich der Bahn der "Deutsche Fernsehfunk" und mehrere Institute der Akademie der Wissenschaften. Ihre Standorte sowie die Gelände der ehemaligen Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und der Kasernen des Wachregiments der DDR sind in den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort (WISTA, heute zur "Stadt für Wirtschaft, Wissenschaft und Medien" bombastisiert) einbezogen, das u.a. Sitz der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität.ist,
Lit.: RH, MO80-93, SM80-92, JU.
(letzte Änderung: 8.2.05)


Akademiequadrat
1687 -1691 Unter den Linden (früher Nr.38, heute Nr. 8) als "kurfürstlicher Marstall (auf der Dorotheenstadt) von Nering erbaut. (Der frühere und der spätere Marstall befanden sich in der Breiten Straße.) 1696/97 aufgestockt für die für die 1699 gestiftete Akademie der Künste (nach 1907 Pariser Platz 4) und die 1700 gegründete Akademie der Wissenschaften. Bis 1711 erweitert. Die scherzhafte Devise "musis et mulis" : "Für die Musen und die Maultiere" wird zutreffender umgekehrt, denn die Tiere waren dem König und dem preußischen Staat weitaus wichtiger. 1702 Mitte der Nordseite ein 26 m hoher Turm für das Observatorium der Akademie, 1717 Theatrum anatomicum an der Nordwestecke, 1743 brannte der Vordertrakt aus. Die kostbaren Sammlungen der Akademie der Wissenschaften wurden größtenteils vernichtet. Bis 1748 wiederhergestellt, 1815-20 (unvollendet) umgestaltet: Die Akademie der Künste zog auch in das Untergeschoss ein. Die Akademie der Wissenschaften war nur durch Sitzungs- und Bibliothekszimmer (auch zu Kunstaustellungen genutzt), ihre Druckerei und die Wohnung des Kastellans vertreten. Im mittleren Fenster des ersten Stocks, im Uhr-Saal, befand sich, von der Straße Unter den Linden sichtbar, die Normaluhr, die viele Jahrzehnte für die Berliner maßgeblich war und im Märkischen Museum weitergeht (- ging?). 1904 abgerissen. An seiner Stelle wurde die Staatsbibliothek erbaut.
(letzte Änderung: 3.2.05)


Alexanderplatz
Name: Auf der Contreescarpe > Paradepl. > Ochsenmarkt > 1805 zu Ehren Besuch Zar Alexanders I
Alte Ansichten: 1903: BH182/193, 1904: KL43: 1906: KL42, 1934: KL28 Unrealisierbares Projekt für eine Neugestaltung: Peter Behrens 1929 KL27
(letzte Änderung 11.4.03)


Altglienicke
A. entstand als kleines Dorf auf einem Hochplateau, erstmals 1375 als Glinik oder Glyneke genannt. Um einen Kern um die Kirche streuen diie Siedlungsgebiete Altglienicker Höhe, Wegedorn, Sachsenberg, Falkenberg und ein neues an der Schönefelder Chaussee. Altglienicke gehört zum Bezirk Treptow(-Köpenick) von Berlin.
Literatur:MO94-107, SM93-103
(letzte Änderung 11.4.03)


Aquarium
Das erste Aquarium wurde 1869 auf dem Eckgrundstück Schadowstr.14 / Unter den Linden 68a (Lindennordseite) eröffnet. Der Eingang befand sich in der Schadowstr. . Das damals größte Aquarium der Welt wurde von Alfred Brehm (1829-84) gegründet und geleitet. 1910 wurde es geschlossen................
(letzte Änderung 11.9.03)


Architekten und Baumeister
(Die ohne Stadtangabe augeführten Gebäudestehen bzw. standen in Berlin)

- Gilly, Fr. (1772-1800), seit 1788 bei C.G. Langhans in Berlin, wandte sich vom Zopfstil der Antike zu und inaugurierte den Klassizismus, ohne selbständig größere Werke auszuführen. Lehrer Schinkels.
- Hoffmann, Ludwig: Stadtbaurat: Krhs-bauten in Buch, Rudolf-Virchow-Krhs.
- Knobelsdorff, Georg Wenzeslaus von (169-1753) gehörte zum Rheinsberger Kreis Fr II, war nach 1740 Oberaufseher fast aller kg. Gebäude, erbaute das Schloss Sanssouci in Potsdam, das Opernhaus, den neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg, legte den Tiergarten an und baute in Potsdam, Rheinsberg, Dessau und Zerbst.
- Langhans, Carl Ferdinand (1781-1869):Sohn von Carl Gotthard L., schuf das Kronprinzenpalais (1834-36) >>Unter den Linden | Südseite 9
-Langhans, Carl Gotthard (1733-1808) schuf das Brandenburger Tor
- Messel erbaute vor der Wende zum 20.Jh. das Kaufhaus Wertheim an der Leipziger Str.
- Memhardt, Johann Gregor (1607-78): seit 1650 als kurfürstlicher Ingenieur und Baumeister in Berlin tätig, erhielt 1658 die Aufsicht über alle kurfürstlichen Gebäude, leitete ab 1658 den Bau der Festungswerke Berlins und 1661 die Anlage von Friedrichswerder, legte den Lustgarten an und beeinflusste maßgeblich die Gestaltung des Stadtplans.
- Nering, Johann Arnold (1659-95): seit 1691 Oberbaudirektor des staatlichen Bauwesens in Brandenburg-Preußen, begründete den märkischen Barock (maßvoll mit klarer rhythmischer Gliederung und ausgewogenen Proportionen, arm an Schmuck). Er schuf die Köpenicker Schlosskapelle (1685), das Schloss Niederschönhausen (1690), den kurfürstlichen Marstall in der Dorotheenstadt (1691), den Hetzgarten in der Klosterstr.(1693), den Mittelbau des Schlosses Charlottenburg (ab 1695), erweiterte das Schloss Oranienburg (1694) und schuf ca.300 zweistöckige Häuser in der Friedrichsstadt (um 1690).
- Schaefer, Philipp (1885-1952), entwarf das Warenhaus Karstadt am Hermannplatz KH7 ....
- Schlüter .....
- Sehring, Bernhard (1855-1941) aus Dessau erbaute für die Berliner Gewerbeausstellun von 1896 das Theater des Westens in Charlottenburg (1895) und Jahrzehnte vor Mies van der Rohe 1900 den Kaufhaus-Glaspalast Tietz in der Leipziger Str. mit einer durchgehenden Glasfassade.
- Stüler, Friedrich August (1800-65): Schinkel-Schüler, einer seiner bedeutendsten Nachfolger, schuf das Neue Museum und den Kuppelbau des Schlosses, produktivster Ki.architekt Mitte 19.Jh. (Matthäus-, Jakobus-, Markus-, Bartholomäuski.).
(letzte Änderung 3.2.05)



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