Berlin-Notizen

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Gärten
Berlin ist reich an Privatgärten als Hausgärten, Vorgärten, städtischen Anlagen, Hof- und Randbebauungen von Häusern, Parkpätzen usw. Auch auf Plätzen finden sich häufig gärtnerische Anlagen (z.B. Ernst-Reuter-Platz, Los-Angeles-Platz. Von größeren öffentlichen Anlagen seien genannt:
Schlossgarten Charlottenburg s. Parks

(Großer) Tiergarten, mehr Park als Garten, und Tiere werden dort nicht wie in einem zoologischen Gartens gehalten, s. Parks
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(letzte Änderung 4.10.2003)


Gendarmenmarkt
Namen: zuerst Friedrichstädtischer Markt, seit 1950 Platz der Akademie
KL58, 1930: KL59
Gärtn. Gestaltung: 1889 vor dem Schauspielhaus re. u. li. Rasenflächen mit Springbrunnen und hausnahen Büschen. 1871 Schillerdenkmal (Begas), Grünanlagen 1920 vereinfacht. 1935 Mittelteil als Schillerplatz asphaltiert.
Schauspielhaus 1802 dort "National-Theater", 1817 abgebrannt, Schinkel sollte dessen Grundmauern und ion. Säulen einbeziehen. 1821 eröffnet, jetzt Konzerthaus.
Das Schauspielhaus wird flankiert von zwei 1701-08 erbauten Kirchen, der Deutschen Kirche im Süden neben der Mohrenstr. und der Französichen Kirche im Norden neben der Französichen Str., beide waren ursprünglich "protestantische Zentralbauten", 1780-85 ließ Fr.II einen Kuppelbau vor die einfache Architektur jeder Kirche setzen nach dem Muster der beiden Marienkirchen auf der Piazza del Popolo Roms. Dieser Kuppel wegen werden beide Kirchen häufig als Dom bezeichnet, ein Rang der ihnen in der Kirchenhierarchie nicht zukam. Beide Kirchen waren von jeher staatliches Eigentum. CO50. Karl Gutzkow verspottete diese friederizianischen Kirchenschöpfungen als "halb Marzipan, halb Kommißbrot". GUB S.77 (1873).
(Letzte Änderung 6.2.08)


Gertraudenstraße
NW-Seite:
Hansahaus li. am Spittelmakt Kölln. Am Petriplatz stand die Ratswaage,die (vor) 1900 einem Geschäftshaus Platz machte. Die Petrikirche wurde im 2.Wkrg. schwer beschädigt und 1960-64 abgetragen.
SO-Seite: .....
(letzte Änderung 2.9.03)


Gewässer
Flüsse
Fließe
Kanäle
Gräben
Seen
Teiche
(letzte Änderung: 11.4.03)


Gliederung der Stadt
Historischer Kern:

Alt-Berlin, Alt-Cölln und die ältesten Stadterweiterungen: Friedrichswerder, Neu-Cölln am Wasser, Dorotheenstadt, Friedrichsstadt)

Erweiterung von 1861
Gliederung in 16 Reviere (Stadtviertel), auf jeder Spreeseite 8: Berlin, Alt-Cölln, Friedrichswerder,Neu-Cölln am Wasser, Dorotheenstadt, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Wedding und Gesundbrunnen, Moabit, Spandauer Viertel mit einem Teil der Friedrichsstadt, Königstadt, Luisenstadt, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt, Stralauer Viertel u.2 a.
Die Fläche vergrößerte sich um 70%, die Einwohnerzahl um 7%.

Zweckverband Groß-Berlin (1911)
, 7 Stadtkreise:
Berlin,
Charlottenburg,
B.-Schöneberg,
B.-Wilmersdorf,
Neukölln,
B.-Lichtenberg,
Spandau
2 Landkreise:
Teltow,
Niederbarnim

Die Verwaltungsbezirke von 1920(lt. Gesetz über die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin, am 7.4.1920 mit 165 gegen 148 Stimmem im Abgeodnetenhaus verabschiedet.). Dadurch vergößerte sich die Fläche Berlins auf das 13fache und Berlin wurde der Fläche nach zur zweitgrößten Stadt der Welt. (hinter Los Angeles). Die Einwohnerzahl verdoppelte sich (gut) und machte Berlin zur drittgrößten Stadt (nach London und New York). (PR: Wie stand es mit der Zustimmung aller früher selbständigen Städte und Gemeinden? Sie muss doch vorher geschlossen vorgelegen haben.)

1. Mitte 5. Friedrichshain 9. Wilmersdorf 13. Tempelhof 17. Lichtenberg
2, Tiergarten 6 Kreuzberg 10. Zehlendorf 14. Neukölln 18. Weißensee
3. Wedding 7.Charlottenburg 11. Schöneberg 15. Treptow 19. Pankow
4. Prenzlauer Berg 8. Spandau 12. Steglitz 16. Köpenick 20. Reinickendorf

Neu entstanden die Verwaltungsbezirke Mitte, Tiergarten und Wedding.

NS Umbenennung: der Bezirk Friedrichshain hieß ab 1934 "Horst Wessel"

(Ganz besonders) 1938 kam es durch Grenzkorrekturen zu ganz erblichen Gebiets- und Größenveränderungen der Bezirke.Stadtbezirke "der Hauptstadt der DDR" (8-10)::
Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Treptow, Köpenick, Lichtenberg, Weißensee, Pankow. Hinzugekommen unter Protest der westlichen Alliierten: Marzahn und Hellersdorf

Bezirke nach der Wende (23)
Zu den ursprünglichen 20 Bezirken (s.o.) kamen hinzu: Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen

Nach der bis zum von 1999 bis 1.1.2001 durchgeführten Bezirksreform (12 Bezirke):
01) Mitte(-Wedding-Tiergarten) (ehemals O+W+W)
02) Friedrichshain-Kreuzberg (ehemals O+W)
03) Pankow (-Prenzlauer Berg-Weißensee ) (ehemals O+O+O)
04) Charlottenburg-Wilmersdorf (ehemals W+W)
05) Spandau (ehemals W)
06) Steglitz-Zehlendorf (ehemals W+W)
07) Tempelhof-Schöneberg (ehemals W+W)
08) Neukölln (ehemals W)
09)Treptow-Köpenick (ehemals O+O)
10) Marzahn-Hellersdorf (ehemals O+O)
11) Lichtenberg(-Hohenschönhausen) (ehemals O+O)
12) Reinickendorf (ehemals W)
Die Bezeichnung erfolgt vernünftigerweise nicht durch Neuerfindung eines Namens (etwa "Trepnick" oder "Köp(en)(t)ow" oder beschreibend "Groß-Südost"), sondern unter Beibehaltung des Doppelnamens. Nur die Dreier-Zusammenschlüsse Mitte und Pankow führen nur einen der alten Bezirksnamen. Es wäre sonst auch eine zu lange Benennung herausgekommen. Im Falle Pankow hat das aber zu heftigem Unwillen der "Prenzelberger" geführt. Am unproblematischsten ging es (wie bei der administrativen Umstellung in Spandau, Neukölln und Reinickendorf zu, denen ein Partner erspart geblieben ist.
(PR:Wenn ich mich in den Berlin-Notizen häuig der Bezeichnung der singlären Ursprungsbezirke bediene, geschieht dass nicht aus Unkenntnis oder gar Missbilligung der Bezirksreform, sondern zur genaueren Lokalisierung, schreibe also eher, das durch den Hauptmann von Köpenick denkwürdige Köpenicker Rathaus liege in Köpenick als in Treptow. Man sollte die Teilbezirke auch ruhig nach Art von Überortsteilen weiter so benennen dürfen. Dann dürfte sich auch viel vom Ressentiment der Bürger des ausgeprägten Bezirks Prenzlauer Berg gegen die Pankowisierung erübrigen.)
.)
letzte Änderung: 10.1.05)


Bezirke auf einem Stadtkassenschein von 1922

Glinkastraße
Der russ. Komponist Michail Glinka (1804-57) weilte 1833-34 als Schüler bei Siegfried Wilhelm Dehn und 1856 in Berlin, wo er 1857 starb.) Hieß bis 1951 Kanonierstraße, erst seit 1968 bis zur Straße Unter den Linden unter Wegfall der (alten) Hausnummern 43 bis 49 (Südseite) durchgeführt, die nördlich einschneidende Neustädtische Kirchstr. nach Süden verlängernd, endete früher an der Behrenstr. .
(letzte Änderung: 24.6.04)


Gräben
Festungsgraben vor Bau der Festung besser Befestigungsgraben, später Königsgraben
Grüner Graben kreuzte die Linden, voll Entengrütze, stinkend (in Schlossnähe) BR138
Königsgraben
Zwirngraben BR138
(letzte Änderung 23.10.03)


Graues Kloster
Franziskaner-Kloster in der Klosterstr. 73, name wegen der grauen Kutten der Mönche, wohl 1250-65 aus Feldsteinen erbaut, um 1300 durch Ziegelbau ersetzt. IM ":Wkrg. zerstört, Reste der Klosterkirche 1951 als Ruine gesichert, übrige Rste 1968 beseitigt,, 1539 säkularisiert, die Mönche erhielten lebenslanges Wohnrecht.1571 richtete dort der kurfürstliche Leibarzt Leonhard Thurneyser (1531-96) die erste Druckerei Berlins ein. 1574 zogen die schon vorher zusammengelegten Pfarrschulen St. Marien und St.Nikolai dort ein, woraus das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster als höchste Bildungseinrichtung Berlins und erste Landesschule der Mark Brandenburg hervorging. (s.Gymnasien)
(Letzte Änderung 2.7.04)


Grunewald
Ehemalige westliche Vorortsgemeinde, seit 1920 zum Bezirk Wilmersdorf gehörig, zwischen dem Grunewald, Wlmersdorf (Halensee), Schmargendorf und Dahlem gelegen. Die Villenkolonie entstand seit 1889 im Grunewalder Forstgebiet.
(Letzte Änderung 10.9.04)


Grünflächen
Berlin ist eine recht grüne Stadt. Eine Reihe von Bezirken in Ost und West enthält Waldungen, Seen und Grünflächen wie das schönste Umland. Dass es derartige Gegenden in den westlichen Bezirken gibt, war ein Segen in der Zeit der Isolation des ummaerten Westberlin. Am stärksten begerünt ist der ehemalige Bezirk Köpenick (jetzt Treptow-Köpenick).
Mehr im Stadtkern gibt es 2500 öffentliche Grünanlagen. Dort findet sich nicht nur pflanzliches Leben. Eine Untersuchung ergab im Frühjahr 2005 im Tiergarten mehr als 1000 tierische Arten. Die Funktion des Stadtgrüns geht über den Erholungswert für die Bewohner und Touristen hinaus. Sie dienen dem Natur- und Artenschutz. Mehr oder weniger willkommen, sichtbarer oder versteck kommen viele Tiere vor , die man in der Stadt weniger erwartet wie Füchse und Wildschweine. Diese halten sich nicht in den Grenzen der öffentlichen Grünanlagen. Die Wildschweine besuchen und verwüsten mit Vorliebe private Gärten und Friedhöfe.
Andererseits soll es nirgends in Deutschland so viele Nachtigallen geben wie in Berlin. Nicht zu unterschätzen ist auch das bahnbegleitende Busachwerk, unbetretbar und oft über längere Strecken zusammenhängend. Auch hier hört man oft Nachtigallen
(30.6.05)



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