Zu Startseite und Hauptmenü

> Esperante!

Die nachstehende phondeutsche Regelfassung entspricht bis auf geringfügige Zusätze der ersten Formulierung vom 28. April 1997. Gegenüber dem erweiterten aktuellem Regelwerk steht parallel zur großenteils neuen offizialdeutschen die phondeutsche Fassung und erlaubt einen unmittelbaren Vergleich.

Noier färbässerunnsfoorshlak zuur rächtshraipreform

(Überarbaitunn deer eersstfaassunn fom 28.4.97) Dii aingeshrännkte ofizjäle doitshe
rächtshraipreform, dii nuur nuzlooss
noie gränzfärshiibunnen foornimt, dii
jeeder eerst müüsaam noi lärnen muss,
shrait nach paroodii!
Anderärsaiz bricht durch sii aine ungeaante
noie fraihait an. Man darf sich, zumindesst
alss priiwaatpärsoon, deer ofizjälen reform
früü'er ooder eersst shpeeter anshliissen
ooder kan äss auch ganz lassen unt
traadizjoonalisst blaim. Altess unt neuess
wirt sich füa ima mishn, kaina wirt
meer durchsee'n unt baidess tränen, unt
mancher wirt unbedacht drite mööklich-
kaiten ainfüüren.Mit jeeder ainhaitlichkait
isst ess forbai.)

Am siibenuntzwanzichssten april noinzeen-
hundärtsiibenuntnoinzich haabe ich in ainer
fröölichen firtälshtunde oone jeede äkspär-
tenkomissjoon um mich härum aine fol-
shtändich noie reform ärdacht. Sii folgt fol-
gänden reegeln:

DII REEGELN:
WARJANTEN UNT DISSKUSSJON
1) Wii in fasst alen shpraachen weerden
nuur aigennaamen unt dass eerste wort im
saz grooss geshriiben. Atjäktiwe fon
ländernaamen u.ä. kan man nach beliiben
unt geshmak klain ooder grooss shraiben,
wii auch sonsst wörter, dii man besondärss
härfoorheeben möchte. Dii anreede *Sii*
solte grooss geshriiben weerden, ebensoo
*Iinen* unt *Iir*.

2) Dii ortografii isst inerhalp deea
reegeln fooneetish, frai unt fläksiibel, giipt
daaduch meea aussdruk wiider. Man
shrajbe soo, wii man (jäzt, dea situazjoon,
shtimunn unt dem täksst angemessen
shprächen würde.
(Ainigermaassen) fässt isst nuur dii
umsäzunn deer laute in dii färainbaarten
zaichen, woobai auch daa oft noch
warjanten zuugelassen sint.

3) Homograafe, dii homonüüme sint,
könen in deer shraipwaise untershiiden
weerden: *deer raat* : *dass raad* (shtat
*raat*), *toot* : *deer tood* (shtat *toot*),
*(an)shtat* : *shtad* ooder gaar *shadt*
(shat *shtat*), *wider* : *wiider* (shtat
*wiider*). Fgl. reegel 24, 26

4) Dii kurzen ofenen wookaale weerden
a, i, o, u, ä, ö, ü geshriiben.

5) Bissheerigess kurzess ofeness e wirt ä.
Fgl. reegel 10.

6) e dient zur Bezeichnung des flüchtiigen gemurmälten bissheerigen e.

7) Dii langen, geshlossenen wookaale
weerden aa, ee, ii, oo, uu, ää, öö, üü
geshriiben. Andere deenunnsszaichen
(e, h) falen wäk unt weerden durch
wookaalfärdoplunn ärsäzt z.B. *liibe,
uur, nii, fii*.
Lann geshprochene diftonne weerden
nicht färdopelt.

7a) Ain falwaiser ärsaz fon aa durch â,
ee durch ê, ii durch î, oo durch ô unt uu
durch û auss rain tüpografisch
geshtaltänden gründen isst disskutaabel.
Aba wass wirt dan auss deen lannen
umlauten ää usw?

8) Woo (z.b. hantshriftlich) ii wii ü
auss'siit, kan ij (y) stat ii geshriiben
weerden,z.b. *fijhaltunn* shtat
*fiihaltunn*. Ooder üüber i weerdn pünnktchen gemacht, üüber ü aaber
shtriche.

9) Langess (ofenäss) ää isst zuulässich,
kan aaber oft durch ee ärsäzt weern,
wän an aine weeniger ofene aussshprache
gedacht wirt: *kääse* ooder *keese*.


10) Jee nach aussshpraache sint dii
üübergänge zwishen e, ä und ee fliissent:
Hiirdurch könen indiwiduäle ooder
dialäktbedingte, aaber auch bai ain unt
deemsälben shraiber bzw. shprächer
nach shtimunn, shprach- unt shtiileebene
untershiitliche shraipwaisen
färwändunn finden. Im ausslaut solte -el, -en, -er, -ess foorgezoogen weerden.
In nachlässiger sshraipwaise kan dass
e ganz ausfalen z.b. *weerdn*, *flüügl*
ooder a shtat -er shtee'n (*aaba* stat
*aber*, *dea* statt *deer*, *tiia,
fliiga; biia heea !*) . Bai
prononssiirterer aussshpraache ist ä :
mööglich *fliiger* shteet zwishn *fliiga*
unt*fliigär*. Äss äröfnen sich skaalen der
salophait zwishen *weerdän - weerden -
weerdn - weern un weean*.
Der foondoitshe ärsaz fon -or- durch
-ooa-, -er- durch -eea-, -ir- durch -iia, isst
mööglich, aaber geshriiben mindässtenss
soo unshöön wii geshprochen (*mooat,
wiia, shpooat, weeat,
hüüade*).

11) Diftonne sint au, ai (ärsäzt
bissheergäss ei) oi (ärsäzt bissheerjess eu
unt äu) unt in främtwörtärn auch ei
(s. reegel 28). Man häte auch dii
färtrauteren diftonne eu unt ei shtat
dässen wäälen könen, müsste dan aaber
auch *mei, meiss, leich* usw.
shraiben). Dii fooneetishe äntshprächunn
isst aaber jezt fiil bässer: Man shpräche
zum färglaich shnäl e-u unt o-i sowii
e-i unt a-i hinterainander. Wil man auch
hiirin Ojroopääishe ainigunn, solte
man *Europa* unt *Euro* shraiben, glaichsaam als aigennaamen, müsste dan
aaber wii dii üübriign Ojroopääa
e-u shtat o-i shprächen.

12) Zwai unt ggf. meer glaiche kon-
sonanten stee'n hinterainander, wän
silben mit glaichem an- unt ausslaut
anainanderstoossen, z.b. *abbaissen,
shpäkkeefer*.
Alss ächte dopelkonsonanten gipt ess nuur
nn unt ss. Träfn zwai n bai wortfärbin-
dunnen zufälich aufainanda, dan solten
sii durch apostroof getränt weern (z.B.
an'neemen, un'nöötich). Äntshteen dabai 3
glaiche konsonanten wii in *aussseen* oder
*fannnäz*, dan isst dii apostroofiirunn
üübaflüssich.

13) ss isst shtimloosess (sharfäss) s
(unfoondoitsh ss ooder ß), s isst shtim-
haftess (waichess) s. Baishpiile: *loosen*,
aaber *loosslassen*. Auch dass ainfache
sharfe s im ausslaut solte alss ss
geshriiben weerden: in "dass" unt "Fass" isst r
ess deer glaiche laut.
(*Dass Fass isst nass, deer Fluss auch, ruuss nicht.*)

14) nn ärsäzt nasaaless n. Wän ain nachfol-
gendess g nicht shpeeziäl zuu höören isst,
wii z.b. in deer ändunn -ng gemääss deen
reegäln deer doitshen hoochlautunn, steet
nn shtat ng (*hoffnunn, fannnäz [fann'näz]*). Weer hofnunnk shpricht,
sol auch hofnunnk shrajben. K nach
nasaliirtem nn solte geshriiben weern
(z.b. *dannk, blannk, tannken*).

15) sh shteet füür sch, shp unt sht füür
anlautendess sp unt sht. Wirt dass s in
sp unt st nicht sch geshprochn, dan steet
natüürlich ssp unt sst (z.b. in *isst, asst
konsstrukzjoon, asspäkt, konsspira-
zjoon* ). Dii shraibunn sc shtat sch
bööte zwaar den fortail, karakterisstisher
zuu sain; äss wääre kain aposstroof in
*ämpfanns'hale* nöötich (`ämpfannshale )
unt *taushhandel* wääre `tauschandel .
Aaba dass shriftbilt ärshiine noch
ungewöönlicher, unt dii shtüzände
analogii zum Änglishen feelte dan.

16) Man solte sälten soo wait gee'n, z
durch tss zuu ärsäzen. Aaber anshtäle fon
tz dürfte (fasst) imer z genüügen.
Umgekeert isst äss dännkbaar, shtat
*wirtsshaus* wirz(h)auss* zuu shraiben.

17) jh (früü'er zh) isst shtimhaftess
(waichess) sh (frz. j ), z.b. in *jhurnaal*
(früü'er *zhurnaal*); gh (früüa dzh)
äntshpricht deem ängl. j in *ghob*
(früü'er *dzhob*) ooda g in *ghäntlmen* (früü'er *dzhäntlmen*) (fgl. 28)

18) th steet füür änglishäss unt (noi-)
griichishäss th unt den äntshprächänden
shpaanishen laut.Vom shtimloosen th kan
dass shtimhafte alss dh diferänziirt
weerden.

19) Deen Fordagaumenlaut ch (in *ich,
bläch, möchte, büücher*) fom hinter-
gaumenlaut ch (in *ach, auch, noch,
tuuch*) zuu unterhaeiden, ämpfiilt sich
nicht: baide hännen fässt fom foraussge'enden laut ab,
könen daadurch auch kaine bedoitunns-
untärshiide bewirken, machen dass shrift-
bilt un'nöötich främtartich unt, foor alem,
ärshweeren dass lärnen unt dass shraiben
oone jeeden gewin. Ziil isst jaa nicht aine
detajiirte fooneetishe desskripzjon im sine
deer intärnazjonaalen lautshrift. Dan müsste
auch zwishen deem k in *kint* unt in
*koch* untärshiiden weerden.
Äss wääre kürzer, nuur c shtat ch zuu
shraiben (und *tuuchale* shtat *tuuch-,
hale*) , aaber doch auch weesentlich
befrämtlicher unt shweerer zuu ärkänen,
zumindesst im anfann.

20) (äntfält)

21) q, v, x, y feelen; c komt nuur in ch
foor unt wirt sonsst durch k resp. z ärsäzt.
Anshtat qu shteet kw, shtat v shteet f ooder
w; kss bzw. gss ärsäzt x, ü oder i ärsäzen
y.

22) Äss sint kaine sonderzaichen ärforder-
lich, dii auf doitshen tasstatuuren feelen.

23) Drai ooder meer glaiche buuch-
shtaaben hinta'ainander sint zuulässich (z.b.
*zooo(o)loogii, seeeelefant*). Dii tränunn
kan ggf. durch ' färdoitlicht weerden,
z.b. *zoo'o(o)looge, see'en (see'n), auss'-
shpraache* (s. dii folgände reegel 24.)

24) Ain apostroof kan dii tränshtäle
markiiren, besondärss, woo wookaal-
färdopelunnen (deenunn), diftonne ooder
konsonantenfärbindunnen foorgetoisht
weerden, ggf. auch bai buuchstaabenaussfal
(z.b. h, ätwa in *uu'r, see'n*) ooder um
sünonüüme zuu untershaiden.
Zusamenträfen fon ie (*diieeläktrikum*)
ooder tz (*nootzait*) wirt nicht durch '
getränt, daa sii kaine spheezifishen färbin-
dunnen daarshtälen. Dii färbindunn pf
dageegn komt foor (*topf, pfeert [neebn
feert])*; hiir kan ' zum shnäleren ärkänen
hälfen (z.b.*halp'fol, ap'faaren*).

25) Fooneetishe färshlajfunn isst zuulässich:
z.b. *atwänzkranz* shtat *atwäntsskranz*.
Man solte aaber raateshpiile tuunlichsst
färmaidn.

26) Tüüpishe ausslautfooneetisiirunnen,
soowait hoochlautung bewusst unt
beapsichticht isst, sint: -ng > -nn
(*benänunn*), -d > -t (*klait*), -b > -p
(*ap*), -g >, -k (*taak*), -ig > -ich
(*köönich*).
Zuur etümoloogishen untershaidunn
könen ggf. im ausslaut b, d, g baibehalten
weerden (fgl. reegel 3).

27) Främtwörter auss deen alten
shpraachen könen, inssbesondere wass dii
kwantitääten (kürze ooder länne) deer
vookaale betrift, äntsprächent deer
umganns'shpraache ooder gemääss deer
heerkunftssshprache geshriiben weerden:
*iidjoot : idjoot, fiilo(o)soof : filosof,
teelefoon : telefoon*,
eeben wii deer beträfende anwänder sii
geraade shpricht. Dii kwantitäät in deer
uurshprunnshpraache isst oft im
doitshen shpraachgebrauch un'üüplich.

28) Füür främtwörter auss deen noien
shpraachen aignen sich shpeeziäl dii
konsonantenfärbindunn'n jh (früü'er zh)
unt gh (früü'a dzh) (s. reegl 17) soowii deer
diftonn ei, z.b. *meidei (meedee), peidei,
eirmeil (eeameail), meilbokss, iimeil, apdeit,
interfeiss (inta-), aaftersheif (aaftasheef),
okei, äntateina;, jhob, ghenerel (dzhenerel),
jhurnaal (zhurnaal), jhannr, Jhan.*
Th (reessp. dh) könen laut reegl 18 für ängl.
ooda noigriich. th, shpaan. z gebraucht
weerdn. Auch sonsst ärfolkt dii umshrai-
bunn mööklichst fooneetish: *njuusläta,
telewishn, kam'in, ssitdaun pliiss, houm,
foa juu, bugii wugii; Wärsaaj, bi(i)dee,
Äärfrannss; piza, kianti (kjantivain),
minestroone, grapa; flamännko, paälja,
Majorka; njät, dosswidanja (dass-), schto
äto. machorka*.
Foondoitsh aignet sich auch füür dii fooneetishe wiidagaabe främtshprachiga
täksste!

29) Ännlishes -er kan durch -e(r)
wiidagegeem weern: *tiitshe(r)*. Aine
äänliche andoitende shraibunn isst auch bai
anderen mishlauten dänkbaar.

30) Aigennaamen weerden nicht transs-
literiirt, wän äss auf iire shraibunn im
originaal ankomt. Sii soltn dan in
anfüürunnssshtriche gesäzt weerden, z.b.
"Windows" stat Windoos. Shpricht man
aaber von albekanten shtääten unt
pärsoonen (*Gööte, Waimar, Bärlin, Room,
Shweeriin, Noishwaanshtain, Njuutn*),
blaipt man also gewissermaassen im
jhargonn, kan unt sol man durchauss transs-
literiiren
Auch hiir härsht fraihait unt dii apwää-
gende äntshaidunn man däss ainzälnen.
Känt man ainen guut, kan man iin anshraiben: "Liiba här Shmit".
Eer waiss shoon, wii eer sich in
amz'ofizjäla ortograafii shraipt. Hiir
aaba shteet sain naame, wii eer
sich shpricht.

(Dii originaalshraibunn kan in klamern
nachgesäzt weerden. Deen originaalnaamn
ainess angereedeten solte man bessa nicht apostroofiiren.)

Neuer Verbesserungsvorschlag zur Rechtschreibreform

(Überarbeitung der Erstfassung vom 28.4.97)Die
eingeschränkte offizielle deutsche
Rechtschreibreform, die nur nutzlos
neue Grenzverschiebungen vornimmt, die
jeder erst mühsam neu lernen muß,
schreit nach Parodie!
Andererseits bricht durch sie eine
ungeahnte neue Freiheit an. Man darf sich,
zumindest als Privatperson, der offiziellen
Reform früher oder erst später anschließen
oder kann es auch ganz lassen und
Traditionalist bleiben. Altes und Neues
wird sich für immer mischen, keiner wird
mehr durchsehen und beides trennen, und
mancher wird unbedacht dritte Möglich-
keiten einführen. Mit jeder Einheitlichkeit
ist es vorbei.)

Am siebenundzwanzigsten April Neunzehn-
hundertsiebenundneunzig habe ich in einer
fröhlichen Viertelstunde ohne jede Exper-
tenkommission um mich herum eine voll-
ständig neue Reform erdacht. Sie folgt fol-
genden Regeln:

DIE REGELN:
VARIANTEN UND DISKUSSION
1) Wie in fast allen Sprachen werden
nur Eigennamen und das erste Wort im
Satz groß geschrieben. Adjektive von
Ländernamen u.ä.kann man nach Belieben
und Geschmack klein oder groß schreiben,
wie auch sonst Wörter, die man besonders
hervorheben möchte. Die Anrede "Sie"
sollte groß geschrieben werden, ebenso
"Ihnen" und "Ihr".

2) Die Orthographie ist innerhalb der
Regeln phonetisch, frei und flexibel, gibt
dadurch mehr Ausdruck wieder. Man
schreibe so, wie man jetzt, der Situation,
Stimmung und dem Text angemessen
sprechen würde.
(Einigermaßen) fest ist nur die
Umsetzung der Laute in die vereinbarten
Zeichen, wobei auch da oft noch
Varianten zugelassen sind.

3) Homographe, die Homonyme sind,
können in der Schreibweise unterschieden
werden: "der Rat": das Rad" ...,
"tot": "der Tod" ...,
"(an)statt" : "die Stadt ...,

"wider": "wider" ...,Vgl. Regel 24, 26

4) Die kurzen offenen Vokale werden
a, i, o, u, ä, ö, ü geschrieben.

5) Bisheriges kurzes offenes e wird ä.
Vgl. Regel 10.

6) e dient zur Bezeichnung des flüchtigen gemurmelten bisherigen e.

7) Die langen, geschlossenen Vokale
werden aa, ee, ii, oo, uu, ää, öö, ¦üü
geschrieben. Andere Dehnungszeichen
(e, h) fallen weg und werden durch
Vokalverdopplung ersetzt, z.B. "Liebe,
Uhr, nie,Vieh".
Lang gesprochene Diphthonge werden
nicht verdoppelt.

7a) Ein fallweiser Ersatz von aa durch â,
ee durch ê, ii durch î, oo durch ô und uu
durch û aus rein typographisch
gestaltenden Gründen ist diskutabel.
Aber was wird dan aus den langen
Umlauten ää usw?

8) Wo (z.B. handschriftlich) ii wie ü
aussieht, kann ij (y) statt ii geschrieben
werden z.B. *fijhaltunn* statt
*fiihaltunn*. Oder über i werden
Pünktchen gemacht, über ü aber
Striche.

9) Langes (offenes) ää ist zulässig,
kann aber oft durch ee ersetzt werden,
wenn an eine weniger offene Aussprache
gedacht wird: *kääse* oder *keese*
(für "Käse")

10) Je nach Aussprache sind die
Übergänge zwischen e, ä und ee fließend:
Hierdurch können individuelle oder
dialektbedingte, aber auch bei ein und
demselben Schreiber bzw. Sprecher
nach Stimmung, Sprach- und Stilebene
unterschiedliche Schreibweisen
Verwendung finden. Im Auslaut sollte -el,
-en, -er, -ess vorgezogen werden.
In nachlässiger Schreibweise kann das
e ganz ausfallen, z.B.*weerdn*, *flüügl*
oder a statt -er stehen (*aber* statt
*aber*, *dea* statt *der*, "Tier",
"Flieger", "Bier her !") . Bei
prononzierter Aussprache ist ä :
möglich *fliiger* steht zwischen *fliiga*
und *fliigär*. Es eröffnen sich Skalen der
Saloppheit zwischen *weerdän - weerden
- weerdn - weern und weean*.
Der phondeutsche Ersatz von -or- durch
-ooa-, -er- durch -eea-, -ir- durch -iia, ist
möglich, aber geschrieben mindestens
so unschön wie gesprochen ("Mooad",
"wiia","Spooat", "Weeat" für "Wert", "Hüüade" für "Hürde").

11) Diphthonge sind au, ai (ersetzt
bisheriges ei) ,oi (ersetzt bis- heriges eu
und äu) und in Fremdwörtern auch ei
(s. Regel 28). Man hätte auch die
vertrauteren Diphthonge eu und ei statt
dessen wählen können, müsste dann aber
auch "Mei, Meis, Leich" (statt ai) .
schreiben. Die phonetische Entsprechung
ist aber jetzt viel besser: Man spreche
zum Vergleich schnell e-u und o-i sowie
e-i ¦und a-i hintereinander. Will man auch
hierin europäische Einigung, sollte
man *Europa* und *Euro* schreiben,
gleichsam als Eigennamen, müßte dann
aber wie die übrigen Europäer e-u
statt o-i sprechen.

12) Zwei und ggf. mehr gleiche Kon-
sonanten stehen hintereinander, wenn
Silben mit gleichem An- und Auslaut
aneinanderstoßen, z.B. "abbeißen, Speckkäfer".
Als echte Doppelkonsonanten gibt es nur
nn und ss. Treffen zwei n bei Wortverbin-
dungen zufällig aufeinander, dann sollten
sie durch Apostroph getrennt werden (z.B.
(annehmen, unnötig). Entstehen dabei 3
gleiche Konsonaten wie in "Aussehen" oder
"Fangnetz", dann ist die Apostrophierung
überflüssig.

13) ss ist stimmloses (scharfes) s
(unphondeutsch ss oder ß), s ist stimm-
haftes (weiches) s. Beispiele: "loosen",
aber "loosslassen". Auch das einfache
scharfe s im Auslaut sollte als ss
geschrieben werden: in "das" und "Fass" ist
es der gleiche Laut
(Früher: "Das Faß ist naß, der Fluß auch,
Ruß nicht", Jetzt: "Das Fass ist nass, der
Fluss auch, Ruß nicht.")

14) nn ersetzt nasales n. Wenn ein nachfol-
gendes g nicht speziell zu hören ist,
wie z.B. in der Endung -ng gemäß den
Regeln der deutschen Hochlautung, steht
nn statt ng "Hoffnung, Fangnetz").
Wer Hoffnunk spricht,
soll auch hofnunnk schreiben. K nach nasaliertem n sollte geschrieben werden
(z.B. *dannk, blannk, tannken*).

15) sh steht für sch, shp für sp und sht für
anlautendes sp und st. Wird das s in
sp und st nicht sch gesprochen, dann steht
natürlich ssp und sst (z.B in"ist, Ast
Konstruktion, Aspekt, Konspi-
ration"). Die Schreibung sc statt sch
böte zwar den Vorteil, charakteristischer
zu sein; es wäre kein Apostroph in
"Empfangshalle" nötig (`ämpfannshale )
und *taushhandel* wäre `tauschandel .
Aber das Schriftbild erschiene noch
ungewöhnlicher, und die stützende
Analogie zum Englischen fehlte dann.

16) Man sollte selten so weit gehen, z
durch tss zu ersetzen. Aber anstelle von
tz dürfte (fast) immer z genügen.
Umgekehrtist es denkbaar, statt

"Wirtshaus" *wirz(h)auss* zu schreiben.

17) jh (früher zh) ist stimmhaftes
(weiches) sch (frz. j), z.B. in "Journal";
gh (früher dzh)
entspricht dem engl. j in "Job"
oder g in "Gentleman"
(vgl. 28).

18) th steht für englisches und (neu-)
griechisches th und den entsprechenden
spanischen Laut. Vom stimmloosen th kann das stimmhafte als dh differenziert .
werden

19) Den Vordergaumenlaut ch (in "ich",
"Blech", "möchte", "Bücher") vom Hinter-
gaumenlaut ch (in "ach, auch, noch,
Tuch")zu unterscheiden, empfiehlt sich nicht: beide hängen fest vom
vorausgehenden Laut ab,
können dadurch auch keine Bedeutungs-
unterschiede bewirken, machen das Schrift-
bild unnötig fremdartig und, vor allem,
erschweren das Lernen und das Schreiben
ohne jeden Gewinn. Ziel ist ja nicht eine
detaillierte phonetische Deskription im Sinne der internationalen Lautschrift. Dann müßte
auch zwischen dem k in "Kind" und in
"Koch" unterschieden werden.
Es wäre kürzer, nur c statt ch zu
schreiben (und *tuuchale* statt *tuuch-
hale*), aber doch auch wesentlich
befremdlicher und schwerer zu erkennen,
zumindest im Anfang.

20) (entfällt)

21) q, v, x, y fehlen ; c kommt nur in ch
vor und wird sonst durch k resp. z ersetzt.
Anstatt qu steht kw, statt v steht f oder
w; kss bzw. gss ersetzt x, ü oder i ersetzen
y.

22) Es sind keine Sonderzeichen erforder-
lich, die auf deutschen Tastaturen fehlen.

23) Drei oder mehr gleiche Buch-
staben hintereinander sind zulässig ((z.B.
*zooo(o)loogii, seeeelefant*). Die Trennung
kann ggf. durch ' verdeutlicht werden,
z.B. *zoo'o(o)looge, see'en (see'n), auss'-
shpraache* (s. die folgende Regel 24.)

24) Ein Apostroph kann die Trennstelle
markieren, besonders, wo Vokal-
verdoppelungen (Dehnung), Diphtonge oder
Konsonantenverbindungen vorgetäuscht
werden, ggf. auch bei Buchstabenausfall
(z.B. h, etwa in *uu'r, see'n*) oder um
Synonyme zu unterscheiden.
Zusammentreffen von ie ("Dielektrikum")
oder tz ("Notzeit") wird nicht durch '
getrennt, da sie keine spezifischen Verbin-
dungen darstellen. Die Verbindung pf
dagegen kommt voor ("Topf, Pferd* ...);
hier kann ' zum schnelleren Erkennen
helfen (z.B. "halbvoll, abfahren").

25) Phonetische Verschleifung ist zulässig:
z.B. *atwänzkranz* statt *atwäntsskranz*.
Man sollte aber Ratespiele tunlichst
vermeiden.

26) Typische Auslautphonetisierungen,
soweit Hochlautung bewußt und
beabsichtigt ist, sind: -ng > -nn
("Benennung"), -d > -t ("Kleid"), -b > -p
("ab"), -g>, -k ("Tag"), -ig > -ich .
("König") .
Zur etymologischen Unterscheidung
können ggf. im Auslaut b, d, g beibehalten
werden (vgl. Regel 3). .

27) Fremdwörter aus den alten
Sprachen können, insbesondere was die
Quantitäten (Kürze oder Länge) der
Vokale betrifft, entsprechend der
Umgangssprache oder gemäß der
Herkunftssprache geschrieben werden:
"Idiot, Philosoph,
Telefon",
eben wie der betreffende Anwender sie
gerade spricht. Die Quantität in der
Ursprungssprache ist oft im
deutschen Sprachgebrauch unüblich.

28) Für Fremdwörter aus den neuen
Sprachen eignen sich speziell die
Konsonantenverbindungen jh (früher zh)
und gh (Früher dzh) (s.Regel 17) sowie der
Diphthong ei, z.B "Mayday, Payday,
Airmail, Mailbox, eMail, Update,
Interface, Aftershafe,
okay, Entertainer; Job, General,
Journal, Genre, Jean."
Th (resp. dh.) können für engl.
oder neugriech. th, span. z gebraucht
werden. Auch sonst erfolgt die Umschrei-
bung möglichst phonetisch: "Newsletter,
Television, come in, sitdown please, home
for you, Boogie, Woogie; Versaille, bidet,
Airfrance; Pizza, Chianti (Chiantiwein),
Minestrone, Grappa; Flamenco, Paella,
Mallorca; njet, doswidanja, Tscho
eto, Machorka".
Phondeutsch eignet sich auch für die phonetische Wiedergabe fremdsprachiger
Texte!

29) Englisches -er kann durch -e(r)
wiedergegeben werden: *tiitshe(r)*. Eine
ähnliche andeutende Schreibung ist auch bei anderen Mischlauten denkbar.

30) Eigennamen werden nicht trans-
literiert, wenn es auf ihre Schreibung im
Original ankommt. Sie sollten dann in
Anführungsstriche gesetzt werden, z.B.
"Windows" statt *windooss* Spricht man
aber von allbekannten Städten und
Personen ("Goethe, Weimar, Berlin, Rom,
Schwerin, Neuschwanstein, Newton"),
bleibt man also gewissermaßen im ,
Jargon, kann und soll man durchaus trans-
literieren.
Auch hier herrscht Freiheit und die abwä-
gende Entscheidung des einzelnen.
Kennt man einen gut, kann man ihn anschreiben: "Lieber Herr Schmidt".
Er weiß schon, wie er sich in
amtsoffizieller Orthographie schreibt. Hier aber steht sein Name, wie er
sich spricht.

(Die Originalschreibung kann in Klammern nachgesetzt werdenDen Originalnamen
eines Angeredeten sollte man besser nicht
apostrophieren.)

Zum Menü Phondeutsch

Zu Startseite und Hauptmenü

Letzte inhaltliche Änderung 9.7.2001

Resumo en Esperanto: Iom ^serce, gage kaj proteste kontraü la nova oficiala ortografio germana mi proponas fonetikan ortografion, en kiu chiu skribu,kiam ^si/li (^gi) ^jus pronocus la skribita^jon. Fongermana ortografio sin pruvas speciale simpla por infanoj kaj por eksterlandanoj, kiuj estas necertaj, kiel korekte ortografii. Do eble ankäü por vi. Tiuokaze skribu simple laü la "fongermanaj" reguloj kaj citu la ktualan regularon:http://www.pwruff,de/phonregl..htm kiel la definan fonton por ^ciu mondano atingeblan.
Aliflanke, legante fongermanajn tekstojn vi povas pli bone ekkoni la germanan prononcon ol el la germana ortografio. Komparu:
Jeder schreibe, wie er gerade spricht. Aber er muss dabei eine Reihe phonetischer Vereinbarungen
Jeeder shraibe, wii eer geraade shpricht. Aaba eer muss dabai aine Raihe fooneetisher Färeinbaarunnen
einhalten: sch < sh, â > aa, oh > oo, ie(h) > ii, rr >r, tt > t ktp
ainhaltn.
Tiurilate fongermana skribado eble estas do pli ol nura gago, donante verajn avanta^gojn..