Glossen

Ich bin nicht bitter, nur schmecke ich Bitteres.
Es ist so, und es ist schlimm so. Und es wird immer schlimmer.


Damit Kurzsichtige und Bösartige ironische Aussagen nicht für meine Meinung halten bzw. ausgeben, setze ich sie zwischen > <. Diese Parenthese habe eine ähnliche Funktion wie der Tusch bei der Büttenrede oder die Lachplatte in amerikanischen komischen Sendungen für Beschränkte : zu zeigen, dass man lachen darf (und nicht daran glauben muss.) Leider vergesse ich diese Anführung oft, ohne dass es dadurch meine Meinung wird.)





Abkassieren bis zum Limit

Diese Regierung tut nichts, als sich immer wieder neue Möglichkeiten auszudenken, ihre Untertanen zu schröpfen. Dass hier die beiden großen "Volksparteien" (- das klingt wie Hohn. Wer den Schaden hat ...) darin einig zusammenwirken, macht Abwehr schier unmöglich. Die immensen Schulden sind dabei nicht zu tilgen und werden ohnehin in bisher ungekannten Maße weiter gemacht und belasten den Haushalt extrem. Die heuchlerischen Sorgen um die kommenden Generationen sollen die Gegenwärtigen beruhigen. Es trifft uns voll und zusätzlich schon jetzt. (Welcher Prozentsatz der Ausgaben dient der alljährlich Tilgung der Kreditzinsen?) Den Nachkommen werden wir allerdings eine desolates Trümmerfeld hinterlassen und die bis dahin immens weiter wachsenden Schulden und Tilgungszinsen dazu. (06'09'16, ergänzt 09'07'10, rev.13'')



Ächtung

Ein (zukünftiger) Staat, der fortgesetztem Terror seine Existenz verdankt, dürfte nie anerkannt werden. Wer wollte und sollte mit permanenten Mördern in normale diplomatische Beziehungen treten? (03'08'20, anders formuliert 06'09'12)


Adelt Ursprung die Tat?

> Was wir tun, kann nur gerecht und integer sein. < (16.2.06)



aktiv und passiv gut und böse

Den Bequemen und Trägen fällt es leichter, Böses zu unterlassen, als Gutes zu tun. Die Unternehmungslustigen werden eher Gutes tun, als Böses unterlassen (ggf. die Kultur subventionieren). (06'04'25, korrig. 07'08'17)



Aktiva und Passiva

Notieren Sie einmal während einer Nachrichtensendung bei jeder positiven, angenehmen Nachricht ein Plus, bei jeder schlechten ein Minus. Die Bilanz wird Sie beeindrucken. (01'08'30)



Alle EU-Mitglieder werden verarmen

Nichts vermehrt arme Länder und Banken so sehr wie die Gewissheit, dass iihren Reichen kräftig geholfen wird. (11'08'05)



Alles für die Gesundheit

In irgendeinem Hotel gibt es ein Zimmer, in dem alles aus Schokolade besteht. Der Gast kann sich nach Herzenslust bedienen. An der Tür, durch die der Schokofan gar nicht mehr gehen wird, steht auf einer Schokoladentafel die verlockende Inschrift in weißer Schokolade: "Wenn Sie das Zimmer aufgegessen haben, wartet ein wunderschöner Schokoladensarg auf Sie!" Damit wird für so manches Schleckermaul der letzte Wunsch in Erfüllung gehen. (08'02'29)



Alter ist vergänglich

Sie Bedauernswerter haben das Altern noch in Gänze vor sich, während ich mit 83 es bereits zum größten Teil hinter mich gebracht habe. (11'07'25)



"Also ...!"

Fast jede Antwort beginnt der Deutschemit "Also". (11'10'12)



Altersoptimismus

Ich möchte nicht so weit gehen zu sagen, wir werden alle älter. Im Gegenteil. wir werden jünger, aber doch sehr, sehr und unmerklich langsam. (11'10'12)



Andauerndes Kopfschütteln

Manche alten Leute schütteln vielleicht deshalb dauernd mit dem Kopf, weil sie vor Staunen über die neue Zeit und ihre Gebräuche damit begonnen haben, als ihnen noch nicht alles gleichgültig war. (23.11.05)



Arme Jugend!



Arzt entbehrlich

Wenn der Gesundheitszustand sich sehr verschlechtert, kann man sich sogar ohne Arzt nicht wohl fühlen. (16.2.06)



Auf Befehl des Vorgesetzten

Jeder deutsche Soldat wird, einer alten, vielbeschworenen Tradition folgend, stolz darauf sein, für von kundiger Seite festgelegte deutsche Interessen sein Leben zu opfern. Das scheinen auch gegenwärtige Staatsoberhäupter nicht in Zweifel zu ziehen.
Ein solches Interesse könnte, meiner Vorstellung nach, der gewinnbringende Verkauf von Waffen an die gegnerische Seite sein. (140615)



Auschwitzsterlitz?

Zur Diskussion möglicher Parallelen zwischen Napoleon und Hitler
Wenn Diktatoren können, wie sie wollen, kommt dabei selten etwas Humanes heraus. (2.12.05)



Auslieferung

In Länder, in denen gefoltert oder die Todesstrafe vollstreckt wird, sollte niemand ausgeliefert werden, sondern nur in integre Rechtsstaaten. (130717)



Bad Banks?

Gibt es noch andere? (090422)



Bauwunder

Erfreulicherweise ist der Berliner Fernsehturm schon zu DDR-Zeiten fertig geworden. Hätte man mit dem Bau erst nach der Wende begonnen wäre er gewiss noch lange nicht zur Kuppel emporgewachsen, praktisch eine Investruine, deren Abriss viele forderten. Aber das ist leichter gefordert als vollbracht.(130817)



Befriedung mit Gewalt

>Wo viele Menschen sterben, braucht man einfach mehr Waffen.< {komprimiertes Zitat}(12080422)



Belohnung der Schuldigen?

Die Banken, die die ganze Welt (- "global" ist Trumpf -) in die bishrer größte Krise, in Armut, Niedergang und Pleiten gestürzt haben, erhalten nie dagewiesene staatliche Zuschüsse, die sie als ihnen geschuldete Belohnung ansehen, behalten und nicht als Kredite vergeben.
Der Staat selbst hätte die gigantischen Subventionen an den Banken vorbei als Kredite zur Aufrechterhaltung und Wiederankurbeliung der Wirtschaft oder zur Linderung von Bankkundenverlusten ausgeben sollen, anstatt sie leichtsinnigen, übergierigen, unfähigen oder kriminellen Banken und Manger in den unersättllichen Rachen zu werfen.(100907)



Bild und Urbild

>Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Die Annahme, der Mensch sei Gottes Abbild wird selten dahingehend umgekehrt, dass dann Gott auch dem Menschen gleicht. Er denkt und fühlt nicht nur wie ein Mensch, er zürnt und braust auf, verzeiht und straft (gewaltig), lässt sich schmeicheln und verehren, ist nicht unfehlbar (? wenn aber doch schon allein der Papst unfehlbar ist?), Opferduft schmeichelt seiner Nase. Die himmlischen Zustände müssen den irdischen ähneln. Die himmlische Verwaltung arbeitet ähnlich der irdischen Bürokratie, ist nur unglaublich stärker ausgeprägt.
Gott ist nicht ein persönlicher Gott, das Maß dafür kann nur der Mensch sein. Gott hat einen Körper wie der Mensch, wenn auch vielleicht unendlich größer (oder die ganze Welt umfasend?) Er hat Haut und Haare, Sinnesorgane, atmet und verdaut, sein Unterleib hat die gleichen Organe. Nur nimmt er die Körperlichkeit nicht in Betrieb, schlägt nicht auf Felsen, schleudert wohl auch keine Blitze wie in alter naiver Vorstellung. Antike Götter wussten von ihrer Leiblichkeit intensiv Gebrauch zu machen. Gott aber hat das alles nur, damit der Mensch seinem Bilde entspricht. Er schuf sich selbst und den Menschen nacgh seinem Bilde.<(13-07-29)



Blut um Blut

"Reinigung von Blutschuld suchen sie vergeblich, indem sie sich mit Blut besudeln, wie wenn einer, der in Kot getreten, sich mit Kot abwaschen würde." (Heraklit, Über die Natur, Fragment 5)(04-06-22)



Böse dürfen nur meinesgleichen sein

> Steckt um Himmels willen keine Rothaarigen ins Gefängnis! Sonst heißt es, wir seien Rassisten und hassen die Rothaarigen. Und nennt alle rothaarigen Kriminellen oder besser überhaupt alle Rothaarigen nur abendsonnenhaarig. <



charakterlos

> "Das ist ein charakterloser Mensch!", "Wieso?", "Er ist mit keinem zerstritten, hat mit keinem Krach!"< (11'07'28)


Darwin

Wer nicht vom "Affen" abstammt, muss selbst noch einer sein. (22.2.03)



Das höchste Amt ohne Relevanz

Im Grunde ist es gleichgültig für wen wir als Bundespräsidenten unser Geld hinauswerfen.(15.4.08)



Das Schöne am Krieg

Das Schöne am Krieg ist seine Legalität. Er hat seine Ordnung. Das macht es möglich, (schnell) zu verzeihen: Ich hasse das Volk nicht, das unsere kriegsuntauglichen Nachbarn mit ihrem Wohnblock gegenüber ausradiert hat. Die Russen hassen die Deutschen nicht pauschal, obwohl Grund genug bestände. Die Deutschen hassen die Engländer nicht, und bei den Amerikanern sollen sie sich hintendrin gar am wohlsten fühlen.
Aber wo Blutrache schier endlos eskaliert, wird selbst, wenn sie dereinst erlahmt, der Völkerhass der Nachbarn kaum erlöschen. (13.2.02)



Denn heute, da hört uns Europa ...

>Ein noch ungeübter Präsident hat Verwunderung und Missbilligung ausgelöst, weil er meint, in die EU gehörten nur europäische Länder. Ja, wie sollen wir denn da Länder wie Japan oder Panama als Mitglieder gewinnen?! Es wäre einfach, Europa so zu definieren, dass jeweils die Nachbarländer aller EU-Mitgliedsländer dazu gehören. Außerdem bezeichet Europa nur Ausgangspunkt und Kernbereich. Schließlich hat die Weimarer Republik auch nicht bloß aus Weimar bestanden. < (13.6.07)



Der häufigste Familienname

Die meisten heißen ANDERS. (29.12.08)



Die Hierarchie im Alltagsgeschäft

Gewiss, der Kunde ist König. aber der Verkäufer oder der Kellner Kaiser. (11'09'23)



Die Lüge als Kunstwerk

> Gegen eine Lüge (auch diffamierender Art), die als Kunstwerk verbreitet wird, lässt sich nichts einwenden. Das wäre Einengung des freien Kunstschaffens<(10.4.07 , als ich gelernt habe, worauf ich von selbst nicht gekommen wäre.)



Die Majorität der Weisen

Wähler sind geneigt, das Schlechte durch Schlimmeres zu ersetzen. (14.6.04 Heute, im August 2004 möchte ich das aus aktuellem Anlass bekräftigend unterstreichen,)



Die Mörder sind unter sich

Auch des Mörders Mörder ist ein Mörder.(27.8.03)



Die Preise müssen vergeben werden

In möglichst großer Zahl wählt man jedes Jahr eine gleiche, insgesamt große Zahl von Künstlern als (relativ) Beste, auch wenn jeder von ihren nur Mist fabriziert hat wie die Nichtgewählen.(12'02'11) (12'02'11)



Die süßen kleinen Engelein

Der gläubige Christ freut sich beim Sterben auf die süßen kleinen Engelein im Himmel. Er ist im Irrtum, denn die himmlischen Engel (Michel, Gabriel usw.) sind männlich (angeli). Zu den ganz wenigen angelae auf Erden aber zählt unsere Buka, Frau Merkel.(12'07'26)



Drei Sorten Politiker?

Gibt es nur noch clevere Gauner und redliche Blödmänner unter den Politikern? Oder gibt es
auch unredliche Blödmänner?(13'3'')



Dumm ist, wer seine Klugheit überschätzt.

Davon gibt es in Deutschland Millionen schlichte Bürger und hochgestellte Beispiele.(16.7.06)



Dummheit sollte sich möglichst früh zu erkennen geben.

Wohl den Dummköpfen, die ihrer schlimmen Partei oder sonstigen Gruppierung durch unbedachte Äußerungen schaden! (12.8.05)



Dummschlaue

Wer sich für besonders schlau hält, ist es gewöhnlich nicht.(13.10.03)



Eigenlob

Hört oder liest man ein Eigenlob, kann man getrost 80% abziehen.(4.5.05)



Eigentlich müsste es doch

Es schmeichelt dem Selbstbewusstsein nicht, für noch dämlicher gehalten zu werden, als man ist.(5.5.05, verändert 13/09/06)



Ein Zeichen setzen?

Man hielte es heuzutage schon möglich, dass eine humanitäre Organisation einen Bahnhof in die Luft sprengt, "um ein Zeichen zu setzen".(13-09-06)



Einem Pathologwn und Hobbykoch ins Stammbuch

Trotz Deiner Kochkünste sind es die Pathologen. nach deren Tischen ich mich
am wenigsten sehne.(12-5-12)



Eins nach dem anderen

Wenn sie das gro0e vaterländische Territoriium der SU zurückerobert haben, wird es, Zeit die Hände nach den ehemaligen Ostblockstaaten auszustrecken.(14-03-22)


Emotionen anderen gegenüber

Mitleid klingt ab, aber Hass wächst unaufhörlich. (14.2.02)



Entertainment

Krieg, Katastrophen und Verbrechen haben einen hohen Unterhaltungswert. Wer Autorennen wegen möglicher spektakulärer Unfälle und Eislauf wegen der höchsthinauf unbedeckten Damenbeine ansieht, hat nolens volens (selbst gegen an sich besseres [Ge]Wissen) die Vorstellung, das Weltgeschehnen werde zu seiner Unterhaltung veranstaltet. Jedenfalls so lange ihn die Realität nicht dahingehend einholt, dass die Trümmer seines Hauses sichtraubend zwischen ihn und den Fernsehapparat stürzen. (19.10.01, verändert)



Erholen wir uns von höchsten Staatsamt!

Wenn wie diesen Bundespräsidenten verlieren, nachdem schon der vorige zurückgetreten ist, sollten wir die Gelegenheit benutzen, wenn schon nicht das ziemlich überflüssige, aber teure Amt, abzuschaffebn, aber keine (ebenfalls aufwendigen) Neuwahlen durchzuführen, sondern den Posten auszusetzen, auf Eis zu legen, mindestens bis zum Ende dieser Legislaturperiode, besser aber bis auf nie erfolgenden Widerruf. Ein Bundespräasident hat nur repräsentative Pflichten: wohlklingende Reden zu halten, ohne irgendeiner Partei zu nahe zu treten, möglichst abstrakt also und allgemein, ohne etwas Praktikables zu sagen, irgendetwas zu eröffnen, Bänder durchzuschneiden, für Kleingärtner o.ä. Gartenfeste zu veranstalten u.ä. Wie in einem Königshaus sorgen die Bundespräsidenten neuerdings durch auffällige Handlungen für mehr Aufmerksamkeit und Unterhaltungswert.
Versuchen wir doch einmal, ob uns wirklich etwas fehlt, wenn sie uns fehlen! (12'01'11)



Er passt in die Zeit

ist fast das Schlimmste, was man von einem sagen kann. (15.4.08)Es heißt auch, die Zeiten ändern sich und man darf nicht beklagend hinter ihnen zurückbleiben, muss sich dem Neuen anpassen und mitmachen. Ja wenn das Neue nur der Raffgier oder der Stümperei der Regierenden entsprungen ist und schlimmer als das Gewesene? (11'10'18)



Erste Kanzlerin

Morgen wird die erste Frau zur Bundeskanzlerin gewählt. Ein Fortschritt? Gewiss: ein großer Schritt. Man kann nur hoffen, dass die Erfahrungen mit der ersten Kanzlerin das Wahlvolk nicht auf lange Zeit verprellen, zum zweiten Mal einen weiblichen Kanzler zu wählen. (17.9.05)



Eskalation - wie sie der Osten selbst sieht

Scheherezade erzählte in der 582. Nacht :

" Ein Jägersmann pflegte in der Steppe die wilden Tiere zu jagen, und da kam er eines Tages zu einer Höhle im Gebirge und fand in ihr ein Loch voll Bienenhonig. Er schöpfte etwas von jenem Honig in einen Schlauch, den er bei sich trug, legte ihn über die Schulter und trug ihn in die Stadt; ihm folgte sein Jagdhund, ein Tier, das ihm lieb und wert war. Beim Laden eines Ölhändlers blieb der Jäger stehen und bot ihm den Honig zum Kaufe an; da kaufte ihn der Mann im Laden. Dann öffnete er den Schlauch und ließ den Honig auslaufen, um ihn zu besehen. Dabei fiel ein Honigtropfen aus dem Schlauche auf die Erde. Nun sammelten sich die Fliegen um ihn, und auf die schoß ein Vogel herab. Der Ölhändler aber hatte eine Katze, und die sprang auf den Vogel los; als der Jagdhund die Katze sah, stürzte er sich auf sie und biss sie tot. Da sprang der Ölhändler auf den Jagdhund los und schlug ihn tot; und zuletzt erhob sich der Jäger wider den Ölhändler und erschlug ihn. Nun gehörte der Ölhändler in das eine Dorf, der Jäger aber in ein anderes. Und als die Bewohner der beiden Dörfer die Kunde vernahmen, griffen sie zu Wehr und Waffen und erhoben sich im Zorne wider einander. Die beiden Schlachtreihen prallten zusammen, und das Schwert wütete lange unter ihnen, bis dass viel Volks gefallen war, so viele, dass nur Allah der Erhabene ihre Zahl kennt."

1001Nacht . Nach der Calcuttaer Ausgabe von 1839 übertragen von Enno Littmann



Etymologische Erkenntisse

>Sprachforscher haben jüngst herausgefunden, dass das Wort "Politiker" in Griechenland ein Lehnwort gewesen sei und nichts mit dem griechischem Wortpólis Stadt zu tun habe. Es entstammt vielmehr einem lokalen keltischen (?) Dialekt. Pol ist indoeuropäisch stammverwandt mit voll, füllen, manche verweisen freilich auch auf polken(wie die Schimpansen fette Maden aus einem Loch im Baum herausholen). Tik verweist auf Tasche(tasket in Analogie zu engl. basket). Die Bedeutung Taschenfüller mag zwar im Wirtschaftsleben bisweilen Berechtigung haben. Wie sie aber auf die Politik und die Politiker zu beziehen sei, bleibt unbegreiflich.< (15.8.06)



Europa-Gleichnis

Wenn sich 2 reiche, tüchtige und umsichtige Bauern mit 10 armen und nachlässigen, die sich alllzu gern helfen lassen, zusammenschließen, meinen Sie, dass daraus in 10 Jahren 12 reiche oder 12 arme Bauern werden? (12'07'26)



Exsistentia ex imaginatione

Die Götter sterben mit denen, die sie anbeten. (14.10.05)



Face codicem dubium

Hoffentlich wurde heute nicht der Grundstein für eine neue große Krise gelegt (12'05'18)
Das ist Latein. fängt auch nicht englisch an. Codex ist u.a. das Buch. das der Handelsmann führt.



Fachidioten

Wir können zum Mond fliegen und treiben Naturwissenschaft und Technik unter dem Konkurrenzdruck rasant voran. Aber im Kleinsten wie im Größten können wir unsere Angelegenheiten nicht in Ordnung bringen noch halten. Geistes- (Gesellschafts- !)wissenschaften, Politik und Ökonomie sind entsprechend rückständig und illusionär und ihre Hypothesen bewegen sich in endlosen Kreisen. (19.10.01 / 22.2.03/ 12.8.05)



Fasse Dich kurz!

Parlamentarische Debatten und politische Schriften könnten verkürzt und verbilligt werden, Entschlüsse schneller gefasst, wenn Termini verkürzt und Politikernamen wie Graf von der Oberunterellenbogenstärke-Hinterkiekersbusch durch kurze Nicknames ("Brüllender Löwe" oder "Schafskopf") ersetzt würden.Dabei ließen sich demagogische Bezeichnungen durch zutreffende ersetzen, etwa "Bereicherndes Steuerabsenkungsgestz" durch "fauler Zauber" oder "grober Unfug" und Namen charakterisieren, inden man statt 11 Buchstaben "Clown" schreibt.(091218)



Ferne Parallelen?

Tacitus schreibt über die unterworfen-befreiten Britannier (Agricola 21,2): Ut, qui modo linguam Romanam abnuebant, eloquentiam concupiscerent, ind etiam habitus nostri honor et frequens toga; paulatimque discessum ad delenimenta vitiorum, porticus et balinea et conviviorium elegantiam. Idque apue imperitos humanitas vocabatur, cum pars servitutis esset. "So kam es, dass sie Menschen, die eben noch die römische Sprache ablehnten, nun die römische Redekunst zu erlernen begehrten. Von da an fand auch unser Äußeres Beifall, und die Toga wurde häufig getragen; und allmählich gab man sich dem verweichlichenden Einfluss des Lasters hin: Säulenhallen, Bädern und erlesenen Gelagen. Und so etwas hieß bei den Ahnungslosen Lebenskultur, während es doch nur ein Bestandteil der Knechtschaft war."
- Das ist natürlich nicht auf einen zeitgenössischen Kulturexport anzuwenden.(übersetzt von Rudolf Till) (22.2.03 / 12.8.05)



Flugplatz Berlin
> Eröffnung fünfmal verschoben. Na und? Keine Sorge! Was lange währt, braucht deshalb nicht gut zu werden. Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir gegen Ostern kommenden Jahres einen ziemlich sicheren Eröffnungstermin in Aussicht haben werden. <(12'05'09)



Foetet passim
Lateinische Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen Sie einfach nach.

Es stinkt allerorten.



Foltergefahr unausweichlich

Nicht in ein Land zu reisen, wo die Mittelalterlichkeit u.a. durch die Wiedereinführung der Folter wiederhergestellt wird, ist unnötige Vorsicht, wenn dieses Land Gefängnisse in aller Welt betreibt und überall foltert.(Herbst 06)



Fortschritt ?

Alles wird immer beschissener. (12'01'11)



Frauen

Wer eine hatte, kennt alle. Wer alle hatte, kennt keine. (12'02'09)



Freibrief

Wofür ein Privatmann in den Knast geht, dafür tritt ein Politiker schlimmstenfalls zurück, meistens unter weiterem Erhalt oder gar Erhöhung seiner Bezüge. (5.12.01)



Freigänger

Ich fürchte, dass sehr viele Politiker von Rechts wegen hinter Gitter gehörten. (5.7.03)



Freiheit

Wenn man einen Kriminellen zum Häuptling wählt, wird man viele unangenehme und einengende Gesetze los, zumindest so weit sie auch ihn persönlich betreffen.(4.7.03)



Freiheit - aber in Maßen

Freiheit im Rahmen









Freiheit muss immer schön im Rahmen bleiben.









Freunde gewinnen

Sie wissen nicht, wie man sich Freunde macht? Fragen Sie die Amerikaner! (19.5.04)


Fußball

Ach wäre mir doch alles so unsagbar schnurz wie Fußball!(30.5.01)



Gericht statt Selbstjustiz

Schwerstverbrecher, auch Massenmörder per Gas, gehören vor Gericht und nicht (bestenfalls) mit vielen ihrer ausstehenden Opfer ( und die auf alle Fälle) zusammen durch selbst angemaßte Gewalt umgebracht.(13/09/06)



Gesundschrumpfen

Wenn ein Großbetrieb, der Not gehorchend, ein paar tausend Beschäftigte auf die Straße setzt, wird das als Sanierung nicht nur für den Betrieb, sondern für die Volkswirtschaft gefeiert, obwohl feststeht, dass die Entlassenen der Sozialhilfe anheimfallen, kaum noch Steuern zahlen und als Konsumenten so gut wie ausfallen.(28.10.03)



Gewinnmitnahme

Würde Gaddafi für die Leopardpanzer das Mehrfache bieten, käme unsere ehrenwerte Regierung arg ins Gedränge. Es bliebe ihr nur die Behauptung, das libysche Staatsoberhaupt sei rechtmäßig gewählt und der Mob wolle es verdrängen. Jeder aufrechte Demokrat müsse ihm mit aller Kraft zu Hilfe kommen.(11'07'14)



Glauben für die Dummen

Glauben auch die Priester nicht ? Sie würden es sich und anderen nicht eingestehen, dass alles Täuschung und Betrug ist. Sie werden sagen: "Alles ist viel diffiziler, als dass wir es dem Volk sagen und erklären können."(13'02'24)



Gleichberechtigung

> Erst wenn alle Männer hinter Gittern sitzen, kann man in Sachen Gleichberechtigung etwas duldsamer werden. <(13'09'01)



Globale Panökumene

In einem wenigstens sind die Anhänger aller Religionen eines Glaubens: dass ihre eigene Religion den einzig wahren Glauben vertritt, alle anderen aber nicht zutreffen und ketzerisch sind. Dennoch erscheint es ihnen ungleich besser, man hängt irgendeiner Religion an als gar keiner.(6.8.02 /12.8.05)



Globalisierung

Die Globalisierung ist ein willkommenenr Vorwand, alles, was dem Maximalprofit im Wege steht, auf das Minimum, das sich irgendwo in der Welt findet, herunterzufahren, um konkurrenzfähig zu bleiben: Löhne, Dauer des bezahlten Urlaubs, Kündigungsgesetze, Sicherheits- und Hygienevorschriften, Kranken- und Pflegeversicherung, Sozialleistungen, Renten, Umweltschutz, Nutzung alternativer Energien, Gesundheitverträglichkeit und was es sonst bereits an mühsam erkämpften Errungenschaften gibt. (14.9.03)



Glück

In dieser unserer schönen Welt ist ein halbwegs erträgliches Leben schon Glück zu nennen, das trotz zivilisatorischem Fortschritt, der das Leben erleichtern und Gebrauchsgüter anhäufen sollte, nur einer bescheidenen Minderheit der Menschen zuteil wird - weitgehend auf Kosten des großen Rests. (18.5.02 verändert)



Gnadentod?

Sollte man so argumentieren: > Gewiss werden (sehr) viele unschuldige Zivilisten durch den "Miliärschlag" (!) umkommen - während die Schuldigen sich alle in Sicherheit bringen werden. Aber ist nicht der Tod durch Sprengstoff oder Hauseinsturz angenehmer als der durch Giftgas? Wenn man die Versorgung mit Lebens- und Arzneimitteln aus dem Ausland unterbindet, müssten viele verhungern - auch kein schöner Tod! <(130901)



Gott und seine Deutschen

1859 schrieb August Faselius: "Im Deutschen haben wie das Sprichwort: <Gott verlässt keinen Deutschen.>" Wir haben dieses Sprichwort nicht mehr. Es ist uns gründlich vergangen. Schade, jeden Grund zu dieser frommen Überzeugung zu verlieren. Aber es heilt wenigstens den Größenwahn und die unsagbare Angeberei.(11'07'28)



Glück

In dieser unserer schönen Welt ist ein halbwegs erträgliches Leben schon Glück zu nennen, das trotz zivilisatorischem Fortschritt, der das Leben erleichtern und Gebrauchsgüter anhäufen sollte, nur einer bescheidenen Minderheit der Menschen zuteil wird - weitgehend auf Kosten des großen Rests. (18.5.02 verändert)



Götter unter sich

Sind es nun zwei monotheistische Götter, Jahwe und Allah, die ihre Anhänger gegeneinander hetzen, oder ist es ein und derselbe, der sich wie in einem Computerspiel der Untaten seiner gegnerischen Spielfiguren erfreut ?(28.3.02)



Gottesbeweise

Gottesbeweise nennen sich so, aber sie sind keine. Als Werbung treffen sie noch weniger zu als jede andere Werbung.(13'02'24)



Gotteslohn

Wenn du eine gute Tat tust, eine Erfindung machst, einen weiterführenden Gedanken hast oder ein Kunsterk schaffst, vielleicht legte dir dann Gott, wenn es ihn gäbe und er allwissend und allgütig wäre - was er nach aller Erfahrung nicht beides oder beides nicht ist - noch 100 oder 1000 Lebenstage zu, dergleichen nach Möglichkeit noch einmal zu tun.(13'04'o9)



Greisenmai

Wieder Mai, der Mai ist gekommen ... Vielleicht für mich zum letzten Mal. (Vielleicht aber auch für Dich, Jüngling!)
Der Mai , das ist der gefährliche, schlagfertige Monat, in dem nicht nur die Pferde, sondern auch die Bäume ausschlagen.
Ist alles vorbei im Mai? Warte nur balde ...
Was folgt? Siechtum - leicht möglich; Tod - ganz gewiss (Mors certa ...). Gewiss ist auch: Jedes Jahr sind wir alle ein Jahr älter, ein Jahr dem Ende näher, vom Säugling bis zum Greis. Und jede Sekunde kann es für jeden aus sein: dein fallendes Flugzeug, ein ganz fremdes Flugzeug, irgend etwas Fallendes, das schwer genug ist, ein besoffener oder einnickender Kraftfahrer, die Kugel eines "Weltverbesserers", der Killer in Dir, Sekundenherztod oder so. Juvat vivere! (11'05'08)



Gute Konditionen

Teilprivatisierung (bei Bahn, Polizei usw.) macht Korruption erst richtig möglich (und hochwahrscheinlich).(5.12.01)



Halbe Göttinnen?

Frauen sind höhere Wesen. Sie wissen es nur nicht immer.



Halt!

Wie kann es mit Deutschland vorangehen, wenn jedes fünfte Wort, das einer spricht, "halt" ist? (110701)



Heiligenproduktion

Heiligsprechen boomt. Einer anderen Konfession anzugehören, schützt nach Bischof H.s Vorstellungen nicht mehr davor. Vielleicht hilft es in Bälde nicht einmal, Atheist zu sein, wenn man diesen gleichsam einkauft. Persönlich würde ich mir das verbitten. Die ganze Maßnahme ist mir zu abgeschmackt.
Einzusehen wäre es nur, wenn der Auserwählte einen Namen hätte, unter dem es noch keinen Heiligen gibt, damit auch die Mode-Namensträger Namenstag feiern können.

Heilige erzeugen kann der Mensch nur, weil es eine bloße Fiktion ist.(18.8.05)



Hesslich

Welch ein Glück ist es, kein Hesse zu sein! Aber andererseits hat man wenig Grund, sich besser zu fühlen.(19.1.09)



Höchstens Dumme sind anständig, aber nur die wenigsten.

Unter Kriminellen wirkt ein Krimineller fast anständig. Das gilt auch für semikriminelle Berufsstände, zu denen mehr und mehr alle Cleveren zählen. Und wer möchte nicht, ja muss nicht heute clever sein? (23.1.03)



Hoher Wert

68 Jahre lang hätte ich nicht wagen können, öffentlich meinem Unmut über Politik und Wirtschaft Luft zu machen. Jetzt kann ich es. Das wiegt vieles auf und lässt es nur als kleines Ärgernis erscheinen. Manches trotzdem als großes.



Hora ruit
Lateinische Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen Sie einfach nach.

Je weniger Zeit einem bleibt, desto schneller verrinnt sie. (18.5.02/29.10.03) dicta)



Inversionen

Es ist ein bekanntes Paradoxon, dass eine ältere Dame jünger ist als eine alte Dame. Das Absolute ist mehr als das Relative. Und so braucht auch eine "sozial verträglichere Maßnahme" keine sozial verträgliche Maßnahme sein.(16.2.06)



Jung und alt

Keine Sorge! Wir Alten halten von euch Jungen nicht weniger als ihr von uns.(070316/090713)



Kette abgerissen

Alle meine Vorfahren bis zu den Einzellern zurück hatten Nachkommen. Ich habe nach Jahrmillionen als erster damit aufgehört - als erster, der der letzte war. (110211)



Kindermund

>Mutti, heißt das nun Fäkalpakt oder Friß-kahl-Pakt?<.(120622)



Klassenjustiz ?

> Wenn man sich eine große Summe unrechtmäßig aneignet und zahlt nach Aufforderung einen Teil davon für einen guten Zweck, dann hat man es doch wohl hinreichend wieder gut gemacht, mag den Rest behalten und ist als unschuldig und unbestraft, ja fast als Wohltäter anzusehen. < (27.11.06)



Kleine Geister

Kleine Geister offenbaren sich als solche gern - besonders, wenn sie ein Amt verwalten. (12'08'08)



Kleinvieh ...

>"Die Armen müssen zahlen. die Reichen wenig oder gar nichts." "Ja, wozu haben wir denn sonst die Armen? Und durch ihre große Anzahl bringen sie ja auch viel mehr ein als die paar Reichen."< (11'07'28)



Kühne Seefahrt
Ein Schüttelreim aus gegebenen Anlass

Lass uns auf unsern Schiffreisen
Auf jedes dumme Riff scheißen (12'01'14)



Lebensregeln (nicht nur) unserer Zeit

> Was heißt hier Ethik und Moral und Treu und Glauben, Recht und Verantwortung, Mitleid gar? Es geht, wie es geht und solange es geht und das blöde Volk es mitansieht, duldet und gehen lässt. Stopf Dir Wanst und Taschen voll! <(15.4.08)



Leid

Hilft es gegen Leid, schlimmeres Leid zuzufügen, das einem mit noch größerem Leid zurückgezahlt wird usw. usw. usw. usw. ... ...?(16.9.01)



Leitgier

>Nimm dir Geld, wo immer und wofür immer du es kriegen kannst! Non olet.< (17.7.11)



Letzte Weltsicht

Empört sein und sich beklagen ist die einzige Emotionalität, die vielen Alten bleibt. Das macht sie doppelt einsam und von allen gemieden. (13.2.02)



M.

Schade: Wann werden nach diesen Erfahrungen die Deutschen bereit sein, wieder eine Bundeskanzlerin zu wählen? (19.7.11) (120719)



Machen wir doch mal schnell einen netten kleinen Krieg!

(bescheiden mit noch nicht mal 10 000 Toten und nur einer Handvoll zerstörter Städte).Was sich jedes kleinere Erdbeben erlauben kann, wird doch der Krone der Schöpfung nicht missgönnt werden. (Gaza, 10.8.08)



Made in Germany

Früher las man oft "made in Germany". Heute sind so viele Maden in Germany, dass man besser nicht darauf hinweist. (13.2.02)



Manchmal stützt Bequemlichkeit Ökologie

Der empfehlenswerte Slogan: " Ökologisch denken - unverpackt schenken" kommt der Bequemlichkeit und dem Geldbeutel entgegen. (15.9.03)



Maß halten

Das Beste wird im Maximum gesucht, im Maximalprofit und überhaupt im Extrem. Man meint: Wenn jeder maximal für sich selbst sorgt, wird für alle maximal gesorgt. Als ich einem empfahl, Maß zu halten, sagte er mir verwundert, er sei doch kein Schneider. Er dachte mehr an Maß nehmen als an Maß halten.(15.9.03)



Menschliche Minimalforderung

Gib dir wenigstens die wirklich kleine Mühe, ein besserer und klügerer Mensch zu sein als die von dir gewählten Politiker. (19.11.02)



Menschliche Regierung

Eine menschliche Regierung zeigt alle Schwächen und Unerträglichkeiten des Menschengeschlechts (wie durch ein Vergrößerungsglas).



Merkelmark(?)

Es heißt immer, die Deutschen mögen den Euro nicht und sehnen sich nach der so erfolgreich gewesenen Deutschen Mark zurück. Wenn der Euro stirbt. wird die Neumark nicht automatisch mehr Wert, Geltung und Stabilität bringen. Da es sich (leider) wieder um eine rein und allein deutsche Währung handelt, wird mam sie der Einfachheit halber 1:1 zum Eurostand umrechnen.Den Namen Merkelmark verdient sie, da M. es war, die die maroden und unbemühten Banken für den Börsenkrach mit der unsagbar großen Zuzahlung auf Kosten des Volkes gestützt und belohnt hat.
Keine Illusion, keine Hoffnung , liebes gebeuteltes Volk.(110723)



Mildernde Umstände

Spätere Historiker werden gewissen Politikern zugute halten, sie seien mehr dumm als schlecht gewesen.
Aber warum wählt man so was? (16.3.03)



Misersble Sachwalter

Würden Private und Firmenchefs so superschlecht wirtschaften wie die Staaten, wäre längst alles zusammengebrochen. (11'07'14)



Modern Times

Der Mensch von heute ist in seiner Freizeit überwiegend damit beschäftigt, die vielen Geräte zu warten, die ihm das Leben erleichtern sollten.



Mondlandung nie gewesen?

Den Amerikanern ist alles zuzutrauen (im Land der unbegrenzten Möglichkeiten). (19.5.04)



Nehmen die Alten wirklich zu ?

Je älter man wird, desto weniger noch Ältere begegnen einem.(25.11.02)



Nicht durch Schaden klug werden

Gott, auch wenn es Dich nicht gibt, O BArMherziger, verzeih ihnen, denn sie wissen immer noch nicht, was sie als selbstgefällige Weltpolizisten wieder einmal anrichten werden!(25.11.02)



Nicht mehr sitzen bleiben !

>Wozu dient das Sitzenbleiben? Man kann sich ja sein Reifezeugnis vorlesen lassen. (Wenn man einen findet, der lesen kann.) < (13'02'22)



Nichts geschieht ohne Ursache

Wenn einer allerorten verhasst ist, ist er selten ganz unschuldig daran. (25.1.05)



Nie Mangel an Henkern

In keinem Henkerregime ist je und irgendwo Mangel an Henkern und Folterknechten.

(15.4.08)



Nirwana als Zuflucht

In wenigen Jahren spätestens bin ich tot. Das ist mir in einer Welt, mit der es im Sturzflug unaufhaltsam bergab geht, ein gewisser Trost. (25.11.02)



Nullen

Nicht nur kalendarisch, sondern auch in Politik und Wirtschaft (und Kunst) leben wir in einem Zeitalter der Nullen ( - die wenigen Gerissenen verdienen sich in der Grauzone zur Kriminalität dumm und dämlich -). Die Nullen geben überall den Ausschlag. Aber während im aktuellen Datum die Nullen abnehmen werden, kann man diese Hoffnung kaum auf die heranwachsende Generation übertragen.



Ohne Biss

Zahnlos können die Alten nicht beißen, nur küssen.
Aber ihr Kuss kann gefürchteter sein als in der Jugend ein Biss.(4.5.05)



Opposition

Eine Opposition muss sich über jede Handlung oder Absicht der Regierungspartei empören, auch wenn sie mit früheren eigenen Intentionen und Versprechungen übereinstimmt. Der Niedergang des (angeblich falsch regierten) Landes ist ihr notwendigerweise weitaus willkommener als sein Wohlergehen (unter einer vermeintlich falschen Regierung).



Paradoxa

> Wenn die Steuern gesenkt werden, nimmt der Staat mehr ein.
Wenn jeder mehr für das Gesundheitswesen ausgibt, bekommt er dadurch mehr Geld in die Tasche.
Wenn festgestellt wird , dass es noch mindestens ein Jahr mit der Wirtschaft bergab geht, wird frohlockend von einem Silberstreifen am Horizont (im übernächsten Jahr) gesprochen.
Wenn ein Gemeinwesen, dem das Wasser bis an den Hals steht, das Geld mit vollen Händen rauswirft. Ein einzelner täte das höchstens dann, wenn er sicher wäre, sofort zu ertrinken.
Wenn der Reiche reich ist, geht es den Armen gut: er beschäftigt sie und zahlt mehr Steuern. Gib also dem Reichen dein Geld und es wird dir besser gehen.< (28.10.03)



Paradoxe Wahrscheinlichkeit

Selten wird etwas so häufig getroffen wie der Pfosten oder die Latte im Fußballtor.



Partiarum exitus

Es gibt Parteien, die man abschaffen muss (auch wenn es unbegreiflichwerweise schwerfällt). Aber es gibt auch Parteien, die sich glücklicherweise in oft gezeigter arroganter Dummheit selbst abschaffen. (12'03'29)



Philosophen

Ich habe den Eindruck, dass manche Philosophen von der Wissenschaftsentwicklung in den letzten 1000 Jahre nicht viel mehr mitbekommen haben als manche Theologen vom Fortschritt der letzten 2000 Jahre. Bei fortgeschritteneren mag sich dieser Zeitraum auf 100 bzw. 200 Jahre reduzieren. (5.2.06)



Philosophie

Philosophen machen sich die Welt zurecht, wie sie sie gerne hätten. All ihr wissenschaftlicher Tiefgang und schwer verständliche Dunkelheit machen ihre Meinungen nicht zutreffender.
Philosophie sollte glasklar und durchsichtig sein und kann wohl kaum mehr bieten als eine kritische Abwägung der Denkmöglichkeiten.(5.2.06)



Pilgere zu Fuss!

>Vorige Woche entgleiste ein Zug vor Santiago di Compostela, einen Tag vor dem Fest des heiligen Jago (Jakob). Es gab viele Tote. Gestern stürzte ein Bus mit Pilgern bei Neapel in die Tiefe. Es gab viele Tote.
Ein orthodox Gläubiger könnte (muss?? soll?) annehmen, Gott statuiere göttergrausam ein Exempel gegen das bequeme Pilgern im Sitzen. <

(13.0729)



Politiker

Wenn die Bundesrepublik 50 Jahre falsche Politik gemacht und (z.B.) aus wahltaktischen Gründen permanent über unsere Verhältnisse gelebt hat, besagt das, dass wir immer falsche Politiker gewählt haben. Das legt den Verdacht nahe, dass es gar keine richtigen Politiker gibt, und das vielleicht überwiegend Menschen mit defekter Persönlichkeitsstruktur diesen Beruf ergreifen.



Politiker(vor)gaukelei

> Je mehr ihr blecht, desto mehr werdet ihr haben. < (2ß.10.03)



Politische Kompromisse

Ein Kompromiss zwischen Regierung und Opposition (wie bei der sog. Gesundheitsreform) kann dann zustande kommen, wenn beide ihre Forderungen addieren und gemeinsam der Bevölkerung auferlegen.(27.8.03)



Post officium
Lateinische Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen Sie einfach nach.

Für viele abgetretene Politiker ist es eine unverdiente Ehrung, sie frei herumlaufen zu lassen. Statt ihnen überdies Gnadenbrot im Übermaß zu gewähren, sollte man sie auf Staatskosten in den für entsprechende Vorkommnisse geschaffenen staatlichen Einrichtungen Tüten kleben lassen. (13.2./2.5.02)



Programierte Missbrauchbrkeit

>Der Mensch ist für Schlimmes geschaffen und Schlimmes gewohnt. Er muss und kann viel vertragen, ohne gleich als ausbeutbare Arbeitskraft verloren zu gehen. Das wird ihm vielmehr zum Bedürfnis. Erst unter Last läuft er richtig.
Der Mensch kann ohne Süßstoff, aber nicht ohne Sauerstoff leben.< (12.2.07)



Pump

Kein Unternehmer oder Privatmann würde sich derart hemmungslos verschulden wie der Staat, der es sogar damals getan hat, als es ihm glänzend ging. Keiner würde es längere Zeit überleben. Keinem würde jemand dauernd neue Kredite geben. (Obwohl Banken sich darin Kriminellen gegenüber immer wieder Erstaunliches zuschulden kommen lassen. Aber doch nicht in derart immensem Maße). Wer gibt einem immer wieder Unsummen, der nie an Rückzahlung denkt, nie mehr daran denken kann? Schon hört man allerdings, dass bald nichts anderes übrig bleiben wird, als ungedecktes Geld zu drucken (wie 1922/23 - Traditionen pflegen! Und wieder werden die Herzen der Briefmarken- und Geldscheinsammler höher schlagen.). Man sieht ja, wie vor kurzem selbst streng geforderte europäische Stabilitätskriterien jetzt schon überheblich in den Wind geschlagen werden.
Scheinheilig bedauert man die kommenden Generationen, die die Last zu tragen haben werden und verschweigt dabei, dass an 25% der Staatseinnahmen schon heute für Zinsen draufgehen. Ohnehin wird niemand je die Unsummen zurückzahlen können. Man erzeugt im Bürger dabei das wohlige Gefühl, er selbst habe noch derzeit nur Gutes davon.(28.10.03)



Rache

Rache erhebt den Schuldigen zum Opfer. Und das in ständigem, sich steigerndem Wechsel. (16.9.01 )

Rache dient dem Gegner, indem sie ihn relativ entschuldigt. Er hat gleichsam seine Strafe weg. Man versucht ihn zur Wiedergutmachung an Grausamkeit und Unmenschlichkeit zu überbieten, als wolle man zeigen, dass man ihm in allem, also auch darin über ist. Warum lässt man ihn nicht in seiner Schuld vor aller Weltöffentlichkeit stehen, anstatt mit ihm mindestens gleich zu ziehen? (19.5.04)



Rationalisierungsvorschlag

In der Menschheitsentwicklung hoffnunglos zurückgebliebene Privatpersonen oder Nationen, die es darauf anlegen, mit ihren Nachbarn archaisch in permanenter Blutrache zu leben, könnten beiden Seiten viel Geld und Mühe ersparen, indem sie die Mitglieder ihrer Familie bzw. ihres Volkes der Einfachheit halber jeweils selbst umbringen. Das Ergebnis wäre bei kleinerem Aufwand das gleiche, denn letzlich mordet jeder, der die Revanche schürt, seine eigenen Leute. (19./22.6.01)



Rettung auf Zeit

Jede erleichtert bis beglückt erlebte Genesung oder Besserung des Gesundheitszustandes ist bei einem Lebewesen nur ein Aufschub. Verschlechterungen, neue Erkrankungen, gar Siechtum werden folgen und das schließliche Ende steht fest. Das wissen wir alle, aber zum Glück sehen wir darüber hinweg oder denken nicht daran und sind nicht ständigem Trübsinn und ängstlich. resignierter Erwartung ausgesetzt.(5.2.06)



Rückansicht

Von hinten kennt man sich selber nicht.(27.8.03)



Saubere Verhältnisse: Globalisierung des Protestes

Dem Vernehmen nach wird ein großes Ödland in Asien von den Vereinten Nationen gepachtet, in dem in Zukunft alle Protestkundgebungen der Welt zentralisiert abgehalten werden, ohne andere zu stören und zu gefährden, .(22.5.07, geändert 2.6.07)



Schlaf dich tot!

Skandinavischen Untersuchungen zufolge stirbt früher, wer viel schläft. (Vielleicht, weil es ihm schon nicht gut geht?) Möglicherweise könnte man in der Gegenrichtung extrapolieren: "Wer nie schläft, lebt ewig." Die Behauptung ist nicht falsifizierbar. Denn zu oft verstößt man als Kleinkind dagegen, bevor man mit dem Selbstversuch beginnen kann.(17.9.05)



Schöpfungslehre

"Gott schuf die Welt, und die Kiche schuf Gott." "Nein", wirst du sagen, "Der Mensch schuf Gott.""Na schön, dann hat Gott noch mal Glück gehabt!"(13'02'24)


Schwacher Trost für Alte

Wenn ein Jahr vergangen ist, hat jeder auf Erden vom Neugeborenen bis zum Greis ein Jahr weniger zu leben. Auch wenn es ihm jetzt viel besser geht.(20.1.07)



Segen der Globalisierung

Die Wirksamkeit der Globalisierung wird sich auch darin zeigen, dass bei jeder Pleite mehrere Prozent der gesamten Weltbevölkerung ihren Job verlieren können. (1.5.02)



Seid nett zueinander!

Sei freundlich und liebenswürdig! Es zahlt sich aus. Der Umgamg ist angenehmer, und Du erreichst mehr. Auch die Laune des anderen bessert sich und er wird nicht krank und lebt vielleicht länger. In dieser guten Laune wird auch er freundlicher und gibt diese Stimmung weiter.(11'07'28)



Selbstkritik

Da man immer geneigt ist, sich selbst zu überschätzen, kann man in der Selbstbeurteilung nicht misstrauisch genug sein. (1.5.02)



Selbstregulation einer total freien Wirtschaft

>Wenn jeder im möglichst gesetzesfreien Raum nur so viel rafft wie ihm beim Zugriff auf die gesamte Welt möglich ist, wird alles gut werden.< (24.5.04)



Selbstversorger

Parteien, die im Übermaß für sich selbst sorgen, sollte man schon deshalb nicht wählen. (2.5.02)



Selbstzufriedenheit

Auch die Dümmsten und die Miesesten bringen es fertig, mit sich zufrieden sein. Gerade sie tendieren dazu, mit sich zufrieden zu sein(11 01 20)



Seligsprechung grege

Jetzt sollen 400 bedauernswerte Geistliche auf einen Schlag selig gesprochen werden. Sie standen ihren Mördern im Verdacht , alles beim schlimmen Alten belassen zu wollen. Nichts entschuldigt Mord! Aber ist es verdienstvoll, ermordet zu werden? (Es sei denn, man hat sich Mördern in den Weg gestellt.)Martial billigte nicht einmal gefallenen Kriegshelden Ruhm zu, sondern "nur dem, der ohne eigenen Tod gefeiert werden kann." Er gehörte allerdings auch einer anderen Konfession an.(28.10.07)



Sich ausschließende Eigenschaften

Diese Welt kann nicht von einem Gott gesponsort sein, der zugleich allmächtig und allgütig ist.



Sind die Slowaken die Retter Europas?
(11'i0'12)



Si vis pacem ...
Lateinische Redewendungen, die Ihnen spanisch vorkommen, schlagen Sie einfach nach.

Kriege verhindern, indem man sie führt? (15.5.01)



"So stellt sich der liebe Gott die Welt vor" (?).

Wie sich ein Allmächtiger etwas vorstellt, so wird und ist es.(06/07/08)



Soziale Kooperation

In diser unserer Welt ist einer fast schon gut, wenn er nur enig schadet.(14)04/16)



Sprachgeschichte

Schlechtes Deutsch hält sich hartnäckig so lange, bis es zur Regel erhoben wird.
Gegen richtiges Deutsch wird ständig verstoßen, dagegen werden alte und neue Fehler getreu eingehalten.
Sprachgeschichte ist seit eh und je in der Hauptsache die Sanktionierung regelwidrigen Sprachgebrauchs.(19.10.05)



Sterben gelingt jedem

Fast alles kann einem misslingen, man schafft es nicht, man scheitert, auch beim wiederholten Versuch, nicht selten endgülig. Zu sterben hat aber auf Dauer noch jeder geschafft.(5.7.11)



Sterben unerträglich

Es wird darüber gestritten, ob Sterben unerträglich sei. Gewiss, Sterben ist so unerträglich, dass man daran stirbt.(12'07'26)



Stolz

Andrew Brookes nennt in seinem Buch über Flugzeugkatastrophen ( - und welcher Laie denkt gerade hier daran -) Stolz "einen der häufigsten Gründe für menschliche Fehlentscheidungen". (auf S.192) Übersteigerter Stolz ist Dummheit. Das gilt auch für die Staaten, die sich in immer fortgesetzter und meist sich steigernderer Rache gegenseitig aufreiben und dabei der zivilisierteren Welt zu Greuel und Abscheu werden.(15.12.02)



Stranden wahrscheinlich

Wenn diese unsere törichte und hilflose Republik einmal in Gefahr gerät, wird das mit Sicherheit ihr Ende bedeuten. (Zumal sich die eine Hälfte darüber freut, es der anderen anlasten zu können. [Sie möge aber bedenken, dass es danach weder ihre Partei noch freie Wahlen mehr geben wird.]) (13.2.02)



Streik rettet Leben

Streiken die Verkehrsbetriebe, so gibt es weniger Unfälle; und weniger Fahrgäste werden in Bus und U-Bahn abgestochen.
(Mac Aber, 3.3.08)



Streikrecht gefährdet

Wohl dem, der mit der Niederlegung seiner Arbeit die Öffentlichkeit wirksam erpressen kann! Die allmächtige Wirtschaft und der Zorn der Wähler wird aber im allzu häufigen Wiederholungsfall oder bei allzu langer Dauer das Streikrecht gesetzlich erheblich einschränken, etwa auf einen Tag in der Woche. Überzogenes Streiken kann heuschreckengefräßigen Unternehmern nur gefallen. Am liebsten zahlten sie überhaupt kein Gehalt, sondern ließen die Arbeitswilligen Eintrittsgeld zahlen. (8.3.08)



Streikreduktion dürfte genügen

Wenn die Lahmlegung des gesamten deutschen Eisenbahnverkehrs mit den Folgekosten pro Tag einen Schaden in Höhe von etwa einer Milliarde Euro verursacht, dann dürfte statt eines Dauerstreiks ein Streiktag pro Woche überreichlich genügen. Zumal es nicht mehr um Gehaltserhöhung, sondern nur noch darum geht, einer bestimmten Gewerkschaft angehören zu dürfen.
Mir war übrigens neu und erscheint es als Absurdität, dass der Arbeitgeber entscheiden kann, von welcher Gewerkschaft man sich vertreten lässt.
(9.3.08)



Suchtverdächtig

Und 2007 kommt der letzte Schurkenstaat (in Fernost) dran.
So dachte ich bis gestern. Aber wir wurden durch die resche Ministerin eines Besseren belehrt: Es steht noch ein halbes Dutzend zum Kreuzzug an. (19.1.05)



Tempora mutantur

Als Kind musste ich in der Bahn immer stehen, damit die Erwachsenen sitzen können. Als Greis muss ich immer stehen, damit die Kinder sitzen können
Also hat sich also für mich gerade nichts geändert: Dialektik.(11'10'19)



Terminale Beschwichtigung

"Jetzt stirb mal erst, dann werden wir weiter sehen!"(4.4.07)



Terrorismus

Jeder Terrorist oder pervertierte Freiheitskämpfer bis hinunter zum dilettantischen Bombenleger, der aus welcher, wenn auch (vermeintlich) noch so hehren Motivation wahllos Unbeteiligte tötet oder zu töten beabsichtigt, verdient (echt) lebenslange Haft unter altmodischen Bedingungen (ohne Freigang, Damenbesuch, Radio, Fernsehen und eigene Website).(16.9.01, verändert)



Terroristen

Neben durchgeknallten Terroristen, die fanatisch dem vermeintlichen Glück oder der Befreiung ihres Volkes oder ihrem Glauben dienen wollen, armen Kranken gleichsam, oder die sich einen lustvollen Platz mit vielen Huris im Jenseits als Belohnung erhoffen, gibt es gewiss auch Terroristen aus Beruf und Leidenschaft, denen am allerwenigsten am Abflauen der Eskalation gelegen ist, selbst wenn die "hehren Ziele" erreicht sind, sondern die sie vielmehr aus Geldgier, aus massenmörderischer Leidenschaft oder einfach als gewohnten Lieblingsport anheizen.(20.8.02)



Tertiäres Geschlechtsmerkmal?

Frauen haben selten mehr Humor als (eigenen) Samen(13'04'06)



Teufelskreis

Gehen die Geschäfte schlecht, werden Mitarbeiter entlassen. Ebenso, wenn rationalisiert wird. Das ist aus Konkurrenzgründen unerlässlich. Entlassene zahlen weniger Steuer, kaufen viel weniger und müssen in jedem Restsozialstaat durchgefüttert werden.(15.12.02)



Teuer und wirkungslos

Es ist (glücklicherweise?) fast völlig gleichgültig, wen wir als Bundespräsidenten bezahlen.(17.7.11)



Todesangst - drei Mittel dagegen

Das beste Mittel gegen Todesfurcht ist, früh und unerwartet zu sterben.
Das zweitbeste Mittel ist die felsenfeste Überzeugung, mindestens 100 Jahre alt zu werden.
Ein weiteres probates Mittel, ist die Gewissheit, unsterblich zu sein. Die meisten werden allerdings darauf lieber verzichten. Selbstmordattentäter werden darauf setzen.(130711)



Todesstrafe und Geiselmord

Wer einen tötet, den er in der Hand hat, ist kein zivilisierter Mensch. (3.12.05)



Totale Ökumene

Sprach der Wolf zum Schäfchen: "Wir sollten aufeinander zugehen!" (110923)



Todesstrafe und Geiselmord

Wer einen tötet, den er in der Hand hat, ist kein zivilisierter Mensch. (3.12.05)



Bis hierher letzte Revision: 090731

Traditionsbewußt so weitermachen!

Das Leben unter deutschen Politikern war so gut wie nie angenehm.(11.12.03)



Treue?

Muss man einem anderen Staat (aus Tradition, Rechtschaffenheit oder nur als Vasall) die Treue halten, auch wenn dort eine Regierung an die Macht kommt, die Unrecht tut, sich undemokratisch verhält oder ohne (äußerste) Not Kriege entfesselt ? Ist man es dem dort lebenden geschätzten oder befreundeten Volke schuldig, auch wenn es selbst darunter leidet und großenteils diese Herrschaft ablehnt ?



Über die Moral, das unschuldige Umfeld der Mörder zu morden

Für die Staaten muss (erst recht) gelten, was im Zivilrecht gilt. Kein Verbrechen wird durch vorhergegangene Taten des Gegners gerechtfertigt. Rache entschuldigt nichts. Jede Untat ist für sich strafbar, als sei sie allein geschehen. (13.2.02)



übertrieben

Es soll Leute geben, die meinen, wenn Gott ein Erdbeben sendet, um eine Gemeinde in der Kirche während des Gottesdienstes zu erschlagen, sollte man deren möglicherweise auffindbare sterblichen Überreste nicht auf einem Gottesacker beisetzen. Denn wie schlimm und Sodom-und- Gomorra-artig müssen sie gewesen sein, um diese Strafe zu provozieren. Ich halte das aber für übertrieben. (11.5.05)



Überzeugungstreue

Wenn Regierungsmitglieder ihre Ämter behalten dürfen, sind sie bereit, künftig auch die entgegengesetzte Politik zu machen und für richtig auszugeben. (11.5.05)



Umwelt Stirb Ab!

Her mit dem Profit, weg mit der Natur!


UN einsparen!

> Wozu brauchen und unterhalten wir eigentlich noch die UN, wo doch die USA die wahren Richter und Ordner der Welt sind, die auch über genügend Macht verfügen, sich in jahrelangem schweren Mühen in ihrem und damit auch unserem, der Hörigen, Sinne durchzusetzen zu versuchen?
Kann es denn sein, dass die Stärksten nicht immer die Besten sind? <(130901)



Unaufhaltamer Niedergang

Der (nicht nur wirtschaftliche) Niedergang Deutschlands, Europas, der Welt scheint mir nicht durch noch so große Geschäftigkeit von Politikern aufhaltbar zu sein, selbst wenn diese über das übliche leere Gerede hinausgeht, und wäre es selbst dann nicht, wenn es begabtere Politiker gäbe. Alles andere ist ein Wunschtraum oder ein leeres Versprechen, skrupellos wie Wahlversprechen herkömmlicherweise. (12.12.02)



Unbeliebtheiten

Berlin ist in Deutschland so unbeliebt wie Deitschland in Europa und Europa in der Welt. (12'02'07)



Ungemochte Politiker

Unserer Politiker klagen, dass sie unbeliebt bis verachtet sind. Dabei tun sie alles, diesen Ruf zu stärken. Hoffentlich entsinnzt sich das Wahlvolk noch rechtzeitig, dass die Politker für das Volk da sind und nicht das Volk für sie, dass sie des Volkes Diener und nicht seine Herren sind.n(090721)



Unerfülltheit

Wer liebt, ist unzufrieden. (12.5.06)



Unsere armen Kinder, Kindeskinder usw.

Es ist eine Heuchelei, unsere Nachfahren zu beklagen für unsere ungeheure Verschwendungssucht und unser Leben auf Pump, die maßlose Verschwendung, so lange die Banken uns noch etwas geben. Damit soll die beruhigende Vorstellung erweckt werden, dass es uns selbst nichts kostet, dass wir noch ungeschoren davonkommen und unbesorgt so oder noch schlimmer so dabei bleiben können. Après nous le déluge.Das kann besonders die jeweilige Regierung sagen, die nach vier Jahren abgewählt zu werden pflegt, so sehr sie die Vergeudung in erster Linise als Wahlgeschenk betrieben hat. Sie hat das selbst damals schon betrieben, als es ohne ohnehin gut ging. Wenn die Banken nicht mehr mitmachen, wurde kürzlich gesagt, dann wird eben ungedecktes Geld gedruckt. Die Folge wäre eine monströse Inflation wie die von 1923. Die Banken aber schwingen sich zum unverzichtbaren Helfer und Herrscher auf und müssen noch für die selbstverschuldete und genossene weltweite Krise mit Milliardenzahlungen "gerettet" und belohnt werden . Sie sind inzwischen die eigentlichen Herren, denen alles gehört und die das Sagen haben.
Von den Summen, die jetzt schon vom Staatshaushalt für Zinszahlungen ausgegeben werden müssen, ist vorsichtshalber selten die Rede. Kürzlich hieß es 40% der Staatseinnahmen. Der europäische Bankenrettungsschirm wird darüber weit hinaus gehen. (11'10'12)



Unwahrscheinlichkeit stärkt den Glauben

Gerade sie unwahrscheinlichsten Behauptungen über Gottes Schöpfung und Allgegenwärtigkeit stärken den Glauben an seine Größe und Allmacht.(11'09'23)



Unwiderstehliche Versuchung

Wenn ein Geschäft nur groß genug ist, schwinden auch den höchsten Instanzen alle moralischen Bedenken. (5.7.11)



Urbild und Abbild I

>Wenn der Mensch Gottes Ebenbild ist, dann ist auch Gott des Menschen Ebenbild. Und das stimmt dann doch bedenklich. Es würde vieles Defizitäre im Weltgeschehen begreiflich machen. Irdische Regierungen und Verwaltung mit ihren Unzulänglichkeiten wären im Kleinen so, wie es im Himmel im Großen vorgeht. Auf Erden, also auch im Himmel.<(06'05'12)



Urbild und Abbild II

>Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Die Annahme, der Mensch sei Gottes Abbild wird selten dahingehend umgekehrt, dass dann Gott auch dem Menschen gleicht. Er denkt und fühlt nicht nur wie ein Mensch, er zürnt und braust auf, verzeiht und straft (gewaltig), lässt sich schmeicheln und verehren, ist nicht unfehlbar ( - wenn aber doch schon sogar der Papst, noch ein halber Mensch, unfehlbar ist?), Opferduft schmeichelt seiner Nase. Die himmlischen Zustände müssen den irdischen ähneln. Die himmlische Verwaltung arbeitet ähnlich der irdischen Bürokratie, ist nur unglaublich stärker ausgeprägt.
Gott ist ein persönlicher Gott, das Maß dafür kann nur der Mensch sein. Gott hat einen Körper wie der Mensch, wenn auch vielleicht unendlich größer (oder die ganze Welt umfasend?) Er hat Haut und Haare, Sinnesorgane, atmet und verdaut, sein Unterleib hat die gleichen Organe und Ausgänge. Nur nimmt er die Körperlichkeit nicht in Betrieb, trinkt nicht und (p)isst nicht. schlägt nicht mit der Faust auf Felsen, schleudert wohl auch keine Blitze wie in alter naiver Vorstellung. Antike Götter wussten von ihrer Leiblichkeit intensiv Gebrauch zu machen. Gott aber hat das alles nur, damit der Menschen Bild sei.< (12.5.06)

(13'07'20')



Via... needed

Ein Mann,
der's nicht kann,
ist schlecht dran. (4.5.05)



Verdienen böse Mörder die Todesstrafe?

Die Gegner der Todesstrafe reden alle betroffenen Mörder gut. Entweder sind oder waren sie nicht zurechnungsfähig oder die Opfer hätten es ihre Ermordung "eigentlich verdient oder sie hätten sich in der Haft zu echten Menschenfreunden geläutert. Einer sei schon genug gestraft, dass er nicht den beantragten Friedensnobelpreis erhalten habe. Sie wollen doch aber die Todestrafe nicht nur für gute Mörder abschaffen, sondern auch für viehisch grausame und schreckerregende. Wozu also die Entschuldigungsversuche im einzelnen? Auch für die Schlimmsten alle soll lebenslange Einsperrung das schnelle Ende mit Schrecken ersetzen. Oder gibt es in ihren Augen gar keine unerfreulichen Mörder?
Schaffen wir nicht eher die Todesstrafe um unseretwillen ab, um nicht alle miteinander Vollstrecker zu sein, selbst zu töten, die getötet haben?(3.12.05)



Verdiente Ehrung

Der neue Altbundeskanzler wurde von der Bundeswehr zu Recht geehrt, denn er hat vielen Soldaten das Leben vor dem Heldentod gerettet. (20.11.05)



Verdrängte Selbstverständlichkeit

In jedem Menschen nagt nach seiner Zeugung der Todeswurm (20.1.07)



Versprechungen von Politikern

Warum sollte ausgerechnet jetzt in dem sich ausbildenden bisher weltweit größten Börsenkrach mehr von den Beteuerungen der Politiker zu halten sein als in normalen oder gar prosperierenden Zeitläuften.(6.19.08)



Versteht sich

> Wenn der Gerechte zuschlägt, kann er doch wohl nur Ungerechte treffen. < (12.10.01)



Viel Feind viel Ehr'

Viele achten ihre Feinde, verachten aber die Friedfertigen.
Das lebt ihnen sogar meine Revieramsel vor. Sie ist gekränkt, dass ich sie nicht als lohnenswerte Beute ansehe. (12'07'31, verändert)



Volkszorn überall auf Erden

Erschreckendes hörte ich gestern: Ein Bekannter erzählte, er sei abends im Dunkeln auf einen Trupp randalierender Menschen gestoßen, die lauthals riefen: "Lyncht die Bänker!". Das Schlimmste war, wie er sagte, er hätte sich nicht enthalten können einzustimmen." (6.10.2008)



Vorgetäuschte Behauptungem

Glauben Sie um 's Himmels Willen nicht, ich stände hinter meinen theologischen Vorgaben! Diese siollen nur die Absurdität und Abgeschmacktheit fast unvermeidlicher Schlussfolgerungen aus unzutreffenden Behauptungen aufzeigen.
Ich glaube an keinen persönlichen Gott. Natürlich lässt sich in der Metaphysik nichts ausschließen. Aber die Wahrscheinlichleit der Existenz eines persönlichen Gottes schätze ich auf < 1 : 10-18 . Je detaillierter eine diesbezügliche Annahme ist, desto unwahrscheinlicher wird sie. Die Behauptung, (ein) Gott sei ein blaues fünfbeiniges Flusspferd mit einem Drachenschwanz ist wahrscheinlicher, als wenn man diesem noch weitere Eigenschaften andichtet, z.B. geflügelt zu sein.
(08'10'96)



Vorschäden durch Militärschlag

Schon bevor der Militärschlag erfolgt, auf die bloße Androhung hin, verlassen Unmengen gemäßigter und besonnener Bürger nach Möglichkeit das zu bombardierende Land, verlieren alles, bringen die aufnahmebereiten Nachbarn in große Schwierigkeiten und fehlen höchstwahrscheinlich bei einem späteren Neuaufbau ihres Landes. (13/09/06)



Warum unfähige und betrügerische Banken hoch subventionieet werden

Alle Staaten sind bei den Banken so hoch verschuldet, dass eigentlich sie statt der Pumpregierungen das Sagen haben und diese nach ihrer Pfeife tanzen müssen. (6.10.2008)



Was ist Gott?

>Bislang glaubte ich, Gott sei eine schwarze Frau. Weil nach heut überwundenem Rangfolgedenken wie selbstverständlich angenommen wurde, Gott sei ein weißer Mann.
Gestern belehrte mich das Wort zum Tage des Kulturradios, dass Gortt sowohl Mann als auch Frau sei. (Teils-teils?)
Gilt das auch für Gottes Hautfarbe ? (So Gott Haut hat.)
Dann ist er schwarz-weiß? Schwarzbunt, schwarz scheckig, kariert, gestreift oder wechselt er chamäleongleich die Farbe?
Muss ich meine provokant scherzhafte Behauptung, Gott sei eine schwarze Frau, ändern in "Gott ist ein grauer Zwitter"?<(12'02'08)



Was man nicht weiß, muss man (felsenfest) glauben oder für mehr oder weniger möglich halten

Immer wieder wird triumphierend argumentiert, auch der Ungläubige glaube etwas - meist eben das Gegenteil. Er täuscht sich aber, folglich hätten die "Rechtgläubigen" recht.

Es mnacht einen Unterschied, ob einer glaubt, morgen werde die Sonne aufgehen oder morgen werde es allerorten Geldscheine regnen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob man von einem Glaubensinhalt felsenfest überzeugt ist, oder ob man eine Denkmöglichkeit mit mehr oder weniger großer Wahrscheinlichkeit für real existent hält. (13'07'31)



Was Recht ist, muss ...

"Wenn ich freigesprochen bin, will ich auch meine Bombe zurück", sagte der Terrorist
Bei einer entsprechden Klage bekäme er gewiss Recht.
(12.8.05)



Weg mit Pfusch

Wenn die Menschen sich alle oder ihren ganzen Planeten zugrunde richten, haben sie es nicht besser verdient. Vielleicht führt die Evolution auf anderen Planeten zu besseren Resultaten. (23.7.01)



Wem fünf nicht genug ist ...

Manche könen 6 nur mit scharfem S aussprechen.(4.4.07)

Zur moralischenEhrenrettung der Nation sei aber gesagt, dass die Zahl derer, die fälschlich anlautendes (englisches) s stimmhaft (weich) aussprechen, viel größer ist.(31.5.10)



Wenn es einem gesundlich wieder besser geht ....

Vergessen Sie nicht, dass Sie, wie schlimm es Ihnen vor einem Jahr auch ergangen ist und wie schlecht es auch um Sie gegangen hat, jetzt, wo Sie sich endlich wieder gesund und stark fühlen, auf alle Fälle ein Jahr weniger zu leben haben.(20.1.07)



Wenn Verschwender "sparen"

> Ihr könnt überall sparen, nur da nicht , wo es irgendeinem nicht gefällt ! < (14.2.02)



Wer betrügt , derpflügt

Strafarbeit in der Landwirtschaft <
Sollen wir sie um der Korrektheit des Reimes willen von der CDU fordern?(149521)



Werbeversprechen

> Das Verbot unhaltbarer Versprechen würde das Ende jeder professionellen Werbung bedeuten. Darum fallen Sie schnell auf meine Behauptung rein, bevor auch das Ihnen verboten wird:
Fixieren Sie dieses Kreuz + drei Minuten lang, dann werden Sie 3 Stunden länger leben. <Alles ist wahr, was man nicht falsifizieren kann. Aber die Werbung kümmert auch die Falsifizierung erst, wenn allzu viele das Produkt nicht mehr kaufen. >



Wer Krach macht, beweist sich, dass er noch lebt und wirkt

Für den richtigen Mann beginnt das häusliche Glück und die echte Gemütlichkeit erst, wenn die elektrische Bohrmaschine lärmt.
Übrigens ist es ein Irrrtum, dass sich Intellektuelle durch Hauswerkeln einen Ausgleich schaffen (und umgekehrt). Es sind die Handarbeiter, die zu Hause unablässig und möglichst geräuschvoll schaffen und schönen. Die Kopfarbeiteer setzen sich an ihren Schreibtisch, an ihren Computer, zwischen ihre Papiere und Bücher. (12.10.03, verändert)



Wer streikt noch?

Ärztestreiks mögen notwendig sein. Ich will beileibe nichts dagegen sagen. Es hat auch schon in der Weimarer Republik Ärztestreiks gegeben, etwa aus Protest gegen Behandlung in Polikliniken und Fürsorgestellen. Der frei praktizierende Arzt hat gegen diese nichts einzuwenden, soweit sie durch ihr diagnostisches Screening für ihn behandlungsbedürftige Patienten als Kunden aufspüren.
Aber das Streiken ist Ausdruck des merkantilen Totalitarismus unserer Zeit. Der Sache und der Tradition nach kann man ihn nicht in allen Erscheinungsformen und Konsequenzen glücklich als Fortschritt begrüßen. Er knabbert am Ethos, der heute lieber der Forschung aufgebürdet wird. Er hilft, den Patienten zum Kunden und den Arzt zum Gewinnoptimierer zu wandeln. Was nicht heißen soll, dass nicht auch früher schon Ärzte hinter dem Geld her waren und darin beträchtliches Geschick entwickelten. Ich habe schon mehrere Steuerberater sagen hören, sie seien am cleversten. Immer wieder versuchen es einge sogar auf die dumme Tour, bei der Abrechnung zu betrügen. Dennoch hätte die heutige Entwicklung vor 100 Jahren eine ähnliche Befremdung ausgelöst wie sie heute ein Streik der Priester oder Politiker bewirken würde. Und man kann mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, dass wir (ich nicht mehr ) das auch noch erleben werden. Etwa wenn das Wunder gelänge, den Abgeordneten die permanente Steigerung der Diäten zu beschneiden. Sie haben das Sagen und sind sich in dieser Beziehung naturgemäß (fast) alle einig. Daher riskieren sie auch nicht, dass die Wähler zu einer anderen Partei überlaufen. Ethomanen oder Ethomimen können sich dem sogar entrüstet entgegenstellen, ohne Gefahr zu laufen, je die Mehrheit für ihre kundgetane Bescheidung zu gewinnen. Aber wenn die Politker die Arbeit niederlegen, kann es vielleicht für das Restvolk ein Gewinn sein. Wir wollen doch nicht hoffen, das auch von den behandelnden Ärzten sagen zu müssen.(29.6.06)



Wer "Teufel" oder ähnlich heißt,

hat schon verloren (14/04/16)



Wer viel spricht oder schreibt, sagt viel Falsches.

Sehr häufig ist die Menge des Blödsinns in Büchern einfach deren Umfang proportional. (4.4.05)



Wetter wie Politik

Es gäbe uns den Rest, wenn das Wetter so schlecht bliebe wie die Politik notwendigerweise. (11.8.05, verändert)



Wider die Steinzeitmentalität

Unrecht mit Unrecht vergelten ist Unrecht.
Unrecht beugt Unrecht nicht vor.
Einer sagte mir, besonders den zweiten Satz nehme, ins Positive negiert, ohnehin niemand an. Da irrt er sich! Hat er nicht zur Begründung zahlloser Präventivkriege gedient? Und glaubt nicht gerade jetzt ein Land im Interesse der Sicherheit seiner Bürger so handeln zu müssen?(20.4.02)



Wieder mehr lesen!

> Eine vortreffliche Neuerung beim Fernsehen ist die viele Schrift auf dem Bildschirm. Das ließe sich noch trefflich entwickeln: das eigentliche Bild könnte - bei den modernen Bildformaten - gut linear auf die Hälfte verkleinert werden und der ganze gewonnene Rand auf allen Seiten (der durchaus auch manchmal ein Stück über das Bild laufen kann) für stehende, aber häufig aktualisierte Meldungen, vor allem aber für vor- und rückwärts, auf und abwärts ziehende, häufig gegenläufige Laufschriften unterschiedlicher Geschwindigkeiten benutzt werden. Eine Zeile lässt sich auch gut in einen stehenden und einen laufenden Abschnitt teilen. Neben aktuellen Nachrichten, Sport- und Lotterieergebnisen bieten sich vom Inhalt vor allem auch Werbung, Lebensregeln, Witze, Gesundheits- und Küchentipps an, auch Belletristik für alle die, die nur gezwungenermaßen und interesselos in der Familie mitsehen müssen und sich lieber besinnlich in gute Literatur vertiefen. <
Für mich persönlich gilt allerdings, dass ich die nervenden Laufschriftsender prinzipiell meide, um nicht zu sagen, boykottiere. Was ich allen, denen ihre Nerven und Augen lieb sind, zur Nachahmung empfehle. (12.10.02)



Wohl uns Alten

Obwohl ich das Leben und die Kreativität liebe, freue ich mich, so alt (77) zu sein und bald, d.h. früh genug, zu sterben und den mit Sicherheit bevorstehenden globalen Niedergang (der zuletzt sogar die Reichen treffen wird) nur in seinen (noch) erträglichen Anfängen zu erleben.

Welche Welt die solche Freuden nährt !(14.8.05)



Wo Menschenfeindschaft Recht ist

Wenn einer der Menschheit einen großen Dienst geleistet hat, aber damit in einem Lande gegen geltendes Recht verstoßen hat, ist dieses Recht Unrecht. Oder irre ich mich Nichtjurist da?(130717)



Wozu Papamobil?

Wird Gott nicht der sicherste Schutz für seinen Papst sein? Und wenn dieser stirbt, wird es Gottes Wille sein, ihn loszuwerden oder ihn möglichst bald bei sich zu haben.

Der neue Papst macht es richtig, auf Panzerglas zu verzichten.(130733)



Zahlt es sich aus?

Wenn man Glück hat, bringt sogar Kindsmord etwas (legal erworbenes) Geld ein. (11'08'04)



Zeitverlauf

Die Zeit verrinnt um so schneller, je weniger einem davon bleibt. (18.5.02)



Zyklische Krisen

Die Banken glauben schon deshalb nicht an die Möglichkeit, Notwendigkeit und Realisierbarekeit einer Veränderung ihres global deletären Geschäftsgebarens, weil sie fest und freudig an zyklische Krisen glauben, nach denen es in sinusähnlichen Kurven zwangsläufig abwechselnd hinauf und hinunter geht. (Als hätten nicht viele Städte, Städtebünde und Staaten Reichtum und Führung im Verlauf der Geschichte eingebüßt.) Freilich ermöglichen die gegensätzlichen Schwankungen bei guter Kenntnis der bevorstehenden Entwicklung eine Optimierung des gewinnbringenden Verhaltens.(090710)



Zum Besten aller

Würden wir uns noch viel wundern, wenn irgendeine Organisation zur Förderung des Menschenglücks ein öffentliches Gebäude mitten im Berufsverkehr in die Luft sprengen würde, um ein Zeichen zu setzen und die Welt auf ihr humanistisches Anliegen aufmerksam zu machen? (22.6.01)



Zuversicht

Wir alle sitzen in der Todeszelle. (26.3.06)



Zuzahlung

> Zur Auffüllung öffentlicher wie privater Budgets empfiehlt sich ein Stuhlgeld für Wartezimmer in Praxen und Dientstellen, ggf. auch bei Friseuren usw.<
Wer nicht zahlt, muss stehen. Der bloße (stehende) Aufenthalt im Wartezimmer bleibt vorläufig noch kostenlos, was als Sozialleistung anzusehen ist. Die Stühle sollen mit einer Registriervorrichtung für die abgesessene Zeit versehen sein. Bei kurzem Aufstehen (etwa durch missverständlichen Lautsprecheraufruf) oder Stuhlwechsel wird die Grundgebühr erneut fällig. Proportional zur Dauer des Wartens addiert sich ein Zeitzuschlag. Es ist kein Zynismus, wenn man für längeres Warten mehr zahlen muss, vielmehr ist die Wartezeit durch größere Nachfrage bedingt und folglich ein Qualitätsmerkmal. Je nach Qualität der Sitzmöbel oder bei Vorhandensein von Warteräumen verschiedener Klassen werden unterschiedliche Gebühren verlangt. Es sollte die Möglichkeit geboten werden, auf unbequemen Holzbänken, kippligen und defekten Stühlen oder gar durchgeseseenen Sesseln billiger sitzen zu können. Der beim endgültigen Verlassen ausgedruclte persönliche Gebührenzettel ist an der Anmeldung zu bezahlen (oder beim Arzt selbst, da bekannt ist, dass manche schon bisher die anfallenden Zuzahlungen etwa für die zur Verhinderung des grünen Stars notwendige Augendruckmessung sich persönlich im Sprechzimmer auf die Kralle zahlen lassen.) <




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